Der entführte und später ermordete Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer unter dem Logo der RAF. Foto: UPI
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Der entführte und später ermordete Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer unter dem Logo der RAF. Foto: UPI
Die Grabstätte des von Terroristen der RAF ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer und seiner Ehefrau Waltrude Schleyer. Foto: Sina Schuldt
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Die Grabstätte des von Terroristen der RAF ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer und seiner Ehefrau Waltrude Schleyer. Foto: Sina Schuldt
Tatort der Entführung des damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer durch die Rote Armee Fraktion (RAF) in Köln. Foto: Wilhelm Bertram
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Tatort der Entführung des damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer durch die Rote Armee Fraktion (RAF) in Köln. Foto: Wilhelm Bertram
Mit der Entführung der Landshut" wollten palästinensische Terroristen ihre deutschen Gesinnungsgenossen unterstützen, die zuvor Arbeitgeberpräsident Schleyer entführt hatten. Foto: Archiv
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Mit der Entführung der Landshut" wollten palästinensische Terroristen ihre deutschen Gesinnungsgenossen unterstützen, die zuvor Arbeitgeberpräsident Schleyer entführt hatten. Foto: Archiv
Der Wagen, in dem am 19. Oktober 1977 die Leiche des ermordeten Arbeitgeberpräsidenten gefunden wurde. Foto: Rolf Haid
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Der Wagen, in dem am 19. Oktober 1977 die Leiche des ermordeten Arbeitgeberpräsidenten gefunden wurde. Foto: Rolf Haid
Deutscher Herbst: Bundeskanzler Helmut Schmidt nimmt am 5. September 1977 in einer Fernseherklärung Stellung zur Entführung von Hanns Martin Schleyer durch die RAF. Foto: Sanden
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Deutscher Herbst: Bundeskanzler Helmut Schmidt nimmt am 5. September 1977 in einer Fernseherklärung Stellung zur Entführung von Hanns Martin Schleyer durch die RAF. Foto: Sanden

Mord bisher nicht aufgeklärt

RAF-Terroristin bittet Schleyers Sohn um Verzeihung

Seit 40 Jahren sucht Jörg Schleyer Antworten auf die Fragen, wie sein Vater die RAF-Geiselhaft verbracht hat und wer Hanns-Martin Schleyer erschoss. Jetzt hat sich eine frühere RAF-Terroristin mit dem Sohn des Arbeitgeber-Präsidenten getroffen - und sieben Stunden lang geredet.

Berlin (dpa) - 40 Jahre nach der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer hat eine frühere RAF-Terroristin die Angehörigen um Verzeihung gebeten.

Silke Maier-Witt (67), die wegen der Entführung und Ermordung Schleyers zu zehn Jahren Haft verurteilt worden war, traf laut "Bild"-Zeitung vergangene Woche mit Jörg Schleyer (63), dem jüngsten Sohn Schleyers, im mazedonischen Skopje zusammen, wo sie seit mehreren Jahren lebt. Sie begrüßte ihn mit den Worten: "Es klingt so platt. Aber ich möchte erst einmal um Verzeihung bitten. Es hilft nicht viel, aber ich denke, dass ich immer ausgewichen bin, mich dem zu stellen."

Seit 40 Jahren sucht Jörg Schleyer Antwort auf die Fragen, wie sein Vater die Geiselhaft verbracht hat und welcher Terrorist die tödlichen Schüsse abgegeben hat. Nach dem mehr als siebenstündigen Gespräch mit Maier-Witt sagte er dem Blatt: "Erstmalig habe ich aus dem Mund einer wegen des Mordes verurteilten Terroristin erfahren, wer die drei Personen sind, die bei meinem Vater waren, als die tödlichen Schüsse abgegeben wurden." Er hoffe, dass weitere Täter Maier-Witts Beispiel folgen.

Schleyer bat zudem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier um die Freigabe der bisher unter Verschluss gehaltenen Akten zu dem Mord. "Bei der Entscheidung über mindestens acht Gnadengesuche von RAF-Mördern in den vergangenen Jahren muss das Präsidialamt Einsicht in Aktenauszüge der Bundesanwaltschaft, des Verfassungsschutzes und des BND zu den Morden bekommen haben. Genau dieses Wissen darf den Hinterbliebenen der Opfer nach 40 Jahren nicht weiter verwehrt werden."

Zum 40. Jahrestag der Ermordung Schleyers hatte Steinmeier Mitte Oktober ehemalige RAF-Terroristen aufgefordert, ihr Schweigen zu brechen.

Bis heute ist nicht geklärt, wer Schleyer nach sechswöchiger Geiselhaft erschossen hat. Vor dem Mord war der Versuch der Terroristen gescheitert, mit der Entführung führende RAF-Mitglieder aus der Haft freizupressen.

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