Hintergrund unklar

Rakete schlägt vor Trump-Erklärung in Kabuler Diplomatenviertel ein

Wenige Stunden vor der Erklärung von US-Präsident Donald Trump über die künftige Afghanistan-Strategie ist in Kabuls streng gesichertem Diplomatenviertel eine Rakete eingeschlagen.

Kabul - Ein Polizeisprecher sagte, die Rakete sei auf einem Fußballfeld gelandet. Angaben über Opfer lagen zunächst nicht vor. Die islamistischen Taliban-Rebellen hatten Trump in der vergangenen Woche davor gewarnt, mehr Truppen nach Afghanistan zu schicken.

In Kabul wurden in den vergangenen Wochen mehrere tödliche Anschläge verübt. Ende Mai hatte es bei einem Sprengstoffanschlag nahe der deutschen Botschaft mehr als 150 Tote und etwa 400 Verletzte gegeben. Im Diplomatenviertel befinden sich die meisten Botschaften und auch das Hauptquartier der Nato für die Einsätze der Militärallianz in Afghanistan.

Der US-Oberkommandierende in Afghanistan, General John Nicholson, fordert für den Kampf gegen die Taliban eine Aufstockung der US-Truppen um mehrere tausend Soldaten. Derzeit sind die USA nach eigenen Angaben mit 8400 Soldaten in Afghanistan, ihre Nato-Verbündeten mit etwa 5000 Soldaten, darunter rund 950 Bundeswehrsoldaten.

Der US-Militäreinsatz in Afghanistan setzte unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York und Washington ein. Die Nato beendete ihren Kampfeinsatz im Dezember 2014 und setzte danach die Mission "Resolute Support" in Gang. Deren Schwerpunkt besteht in der Ausbildung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / S. Sabawoon/EPA/dpa

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