+
Bodo Ramelow findet, dass sein Verhältnis zu Gott Privatsache ist.

Thüringens Ministerpräsident

Ramelow verzichtete bei Amtseid bewusst auf Gottesformel

Berlin - Thüringens neuer Ministerpräsident Bodo Ramelow hat bei seinem Amtseid bewusst auf die Gottesformel verzichtet. "Das ist mein Respekt vor der Trennung von Kirche und Staat."

"Zwar soll mir Gott beistehen, aber das kann ich nicht schwören. Für mich ist das eine Bitte, ein Gebet an meinen Gott. In einem Eid für ein Staatsamt hat das für mich nichts zu suchen", sagte Ramelow der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Er habe auch aus Respekt vor seinen jüdischen und muslimischen Freunden auf den religiösen Eid verzichtet. Zwar sei dort nur von Gott die Rede, aber im christlichen Abendland schwinge doch der christliche Gott mit. Er habe sich das alles schon vor langem überlegt. "Es war keine parteitaktische Finesse", beteuerte Ramelow.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Keine Illusionen“: Nahles warnt SPD vor Hoffnung auf Nachbesserungen
Nach den Sondierungen könnten Gespräche über eine neue GroKo starten - wenn der Parteitag der SPD zustimmt. Die Sozialdemokraten hadern aber mit den …
„Keine Illusionen“: Nahles warnt SPD vor Hoffnung auf Nachbesserungen
Papst Franziskus bittet um Verzeihung wegen Kinderschändung
In Südamerika will der Pontifex Vertreter indigener Völker, Migranten, Diktaturopfer und Heimkinder treffen. Ein Heimspiel ist die Visite in der einstigen Bastion des …
Papst Franziskus bittet um Verzeihung wegen Kinderschändung
Heftiger Schmuggel-Vorwurf gegen Scheuer: CSU-General schießt zurück
SPD-Vize Ralf Stegner wirft CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer vor, einen Satz im Sondierungspapier heimlich eingetragen zu haben. Für Vertrauen zwischen SPD und Union …
Heftiger Schmuggel-Vorwurf gegen Scheuer: CSU-General schießt zurück
Schulz kämpft um SPD-Zustimmung zu Koalitionsverhandlungen
Martin Schulz wirbt in NRW weiter für die Neuauflage der großen Koalition. Allerdings gibt es viele Gegner einer GroKo. Kann die SPD-Spitze die Delegierten vor dem …
Schulz kämpft um SPD-Zustimmung zu Koalitionsverhandlungen

Kommentare