+
Bodo Ramelow (Linke).

„Freiwild für Kriminelle“

Ramelow will illegale Flüchtlinge integrieren

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) fordert, alle in Deutschland abgetauchten Flüchtlinge zu legalisieren.

„Wir wissen, dass mindestens 200 000 Menschen illegal ohne jeden Behördenkontakt hier leben“, sagte Ramelow der Zeitung „Die Welt“ (Print Montag, Online-Ausgabe Sonntag). Diese Menschen seien „Freiwild für Kriminelle“. „Die müssen wir auch registrieren und integrieren.“ Vorbild für Ramelow ist ein ähnliches Vorgehen in anderen EU-Ländern. „Spanien und andere Länder haben mit Stichtagsregelungen Hunderttausende Zuwanderer ohne Papiere legalisiert.“

Außerdem verlangte Ramelow erneut ein dauerhaftes Bleiberecht für Asylsuchende, die schon länger als zwei Jahre auf ein Ende ihres Verfahrens warten. Es solle all denen gewährt werden, die bereits Deutsch lernten und ihre Kinder in eine Schule schickten. Damit würden 500 000 offene Fälle geklärt, sagte der Linken-Politiker.

Kürzlich hatte Ramelow vorgeschlagen, Kindern von Flüchtlingen automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft zu verleihen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump offen für gemeinsame Militäreinsätze mit Russland in Syrien
Washington - Der neue US-Präsident Donald Trump steht nach Angaben seines Sprechers möglichen gemeinsamen Militäreinsätzen mit Russland gegen die Dschihadistenmiliz …
Trump offen für gemeinsame Militäreinsätze mit Russland in Syrien
Streit um Unterhaltsvorschuss beigelegt
Was, wenn der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin keinen oder zu wenig Unterhalt zahlt? Dann springt der Staat ein. Der sei aber bisher zu kurz gesprungen, meinte …
Streit um Unterhaltsvorschuss beigelegt
CSU-Vize: „Guttenberg soll sich mehr einbringen“
München – Und jährlich grüßt das Murmeltier: In der CSU wird mal wieder über eine Einbindung des im US-Exil lebenden Karl-Theodor zu Guttenberg beraten. Parteichef Horst …
CSU-Vize: „Guttenberg soll sich mehr einbringen“
Merkel: Flüchtlinge haben Deutschland auf „harte Probe“ gestellt
Würzburg - Die Rede war mit Spannung erwartet worden: Auf einem ihrer ersten großen Auftritte im Wahljahr sprach Angela Merkel am Montag in Würzburg. Wähler der CSU …
Merkel: Flüchtlinge haben Deutschland auf „harte Probe“ gestellt

Kommentare