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Bodo Ramelow (Linke).

„Freiwild für Kriminelle“

Ramelow will illegale Flüchtlinge integrieren

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) fordert, alle in Deutschland abgetauchten Flüchtlinge zu legalisieren.

„Wir wissen, dass mindestens 200 000 Menschen illegal ohne jeden Behördenkontakt hier leben“, sagte Ramelow der Zeitung „Die Welt“ (Print Montag, Online-Ausgabe Sonntag). Diese Menschen seien „Freiwild für Kriminelle“. „Die müssen wir auch registrieren und integrieren.“ Vorbild für Ramelow ist ein ähnliches Vorgehen in anderen EU-Ländern. „Spanien und andere Länder haben mit Stichtagsregelungen Hunderttausende Zuwanderer ohne Papiere legalisiert.“

Außerdem verlangte Ramelow erneut ein dauerhaftes Bleiberecht für Asylsuchende, die schon länger als zwei Jahre auf ein Ende ihres Verfahrens warten. Es solle all denen gewährt werden, die bereits Deutsch lernten und ihre Kinder in eine Schule schickten. Damit würden 500 000 offene Fälle geklärt, sagte der Linken-Politiker.

Kürzlich hatte Ramelow vorgeschlagen, Kindern von Flüchtlingen automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft zu verleihen.

dpa

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