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In mehreren Städten Nordrhein-Westfalens sind Razzien angelaufen, die sich offensichtlich gegen Verdächtige mit islamistischem Hintergrund richten. Foto: Marcel Kusch

Razzia bei mutmaßlichen Unterstützern der Terrororganisation IS

Die Behörden machen Druck auf die Islamistenszene. In NRW und Niedersachsen werden die Räume mutmaßlicher IS-Unterstützer durchsucht.

Düsseldorf/Karlsruhe (dpa) - Die Polizei in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hat am Mittwoch Durchsuchungen bei drei mutmaßlichen Unterstützern der Terrororganisation "Islamischer Staat" vorgenommen. Die Razzien erfolgten auf Veranlassung des Generalbundesanwalts.

Die drei Beschuldigten seien verdächtig, seit Januar 2015 und Juli 2015 um Mitglieder und Unterstützer für den IS geworben zu haben, teilte ein Sprecherin der Behörde in Karlsruhe der Deutschen Presse-Agentur mit. Einer der mutmaßlichen Islamisten soll darüber hinaus die Terrororganisation finanziell und logistisch unterstützt haben.

Grundlage für die Durchsuchungen sei ein Beschluss des Ermittlungsrichters beim Bundesgerichtshof. Festnahmen habe es keine gegeben, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Die zuständigen Polizeibehörden bestätigten Durchsuchungen in Dortmund, Duisburg und Hildesheim. Augenzeugen beobachteten Polizeieinheiten unter anderem vor einem Reisebüro mit türkischem Namen in Duisburg. Das Internetportal "DerWesten" berichtete, der Inhaber des Reisebüros stehe im Verdacht, Kontakt zu zwei Jugendlichen gehabt zu haben, die einen Anschlag auf ein Gebetshaus der Sikh-Religionsgemeinschaft in Essen verübt haben sollen. Er habe dies aber bestritten.

Am vergangenen Freitag war in Mutterstadt in Rheinland-Pfalz ein 24-jähriger Asylbewerber unter dem Verdacht festgenommen worden, ein Islamist zu sein. Der Hinweis auf den Verdächtigen sei aus Nordrhein-Westfalen gekommen, hieß es.

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