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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bleibt weiter auf seinem Kurs.

Klare Worte des türkischen Präsidenten

Erdogan lehnt "Demokratie-Lektionen" aus dem Westen ab

Ankara - Recep Tayyip Erdogan bleibt unbelehrbar. Nach der Kritik westlicher Staaten wegen seiner Politik geht das türkische Staatsoberhaupt in die Offensive.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit Vehemenz jede Art von "Demokratie-Lektionen" aus dem Westen zurückgewiesen. "Diejenigen, die uns Lektionen über Demokratie und Menschenrechte erteilen wollen, sollten erst ihre eigene Schande betrachten", sagte Erdogan am Montag bei einem Treffen des türkischen Roten Halbmondes in Ankara.

In der vergangenen Woche entstand ein Disput Erdogans mit US-Präsident Barack Obama. Der US-Präsident hatte nach einem Treffen mit Erdogan gesagt, der Umgang mit den Medien könnte die Türkei "auf einen Weg führen, der sehr beunruhigend wäre". Erdogan sagte später, er sei "betrübt" darüber, dass der US-Präsident ihn hinter seinem Rücken kritisiere.

In den vergangenen Wochen gab es heftige Kritik aus der Europäischen Union an Versuchen der Regierung in Ankara, die Medien zu maßregeln. Auf einer Rangliste zum Stand der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen liegt die Türkei auf Platz 149 von 180 Staaten. Anfang März wurde die regierungskritische Zeitung "Zaman" unter Zwangsverwaltung gestellt.

Ärger wegen Beitrag von "extra3"

Außerdem läuft derzeit ein Spionage-Prozess gegen zwei führende Journalisten der Zeitung Cumhuriyet. Zuletzt sorgte ein Satire-Beitrag des NDR-Magazins "extra 3" über Erdogan für diplomatische Verwicklungen. Die türkische Regierung bestellte den deutschen Botschafter ein und verlangte die Löschung des Videos.

Bei verschiedenen Treffen in Washington habe er darauf hingewiesen, dass die Pressefreiheit in der Türkei gewährleistet sei, sagte Erdogan. Es gebe türkische Medien, die ihn als "Dieb" und "Mörder" bezeichnet hätten, ohne deshalb geschlossen zu werden "Wenn die Türkei eine Diktatur wäre, wie könnten dann solche Veröffentlichungen erscheinen?"

afp

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