+
Mit dem gecharterten Schiff „C-Star“ wollte die Bewegung Migranten abfangen und nach Afrika zurückbringen.

Neue Initiativen würden bald folgen

Rechte „Identitäre Bewegung“ beendet Aktion im Mittelmeer

Sie fingen Migranten ab und brachten sie zurück nach Afrika. Doch nun ist die Aktion beendet, vorerst, erklärt die Bewegung auf Facebook. 

Rostock - Rechte Aktivisten haben ihren Einsatz beendet, Migranten vor der Küste Libyens abzufangen und sie zurück nach Afrika zu bringen. Die rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ erklärte auf Facebook, die am Donnerstag beendete Aktion mit dem gecharterten Schiff „C-Star“ sei „ein politischer Erfolg, ein medialer Erfolg und ein aktivistischer Erfolg“ gewesen. „Obwohl diese Mission nun beendet ist, wird „Defend Europe“ weitermachen. Neue Initiativen werden bald folgen“, hieß es.

Die „Identitären“, die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet werden, hatten sich wie andere Rechts-Aktivisten aus Österreich, Frankreich und Italien an dem Projekt „Defend Europe“ beteiligt. Die Aktion richtete sich nicht nur gegen Migranten, sondern auch gegen Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot retten wollen. Um die zehn solcher Hilfsorganisationen sind im Mittelmeer im Einsatz. Für rechte Aktivisten sind die privaten Retter seit langem ein Feindbild.

Am Freitag lag die „C-Star“ im Mittelmeer östlich von Malta vor Anker.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Neuwahl in Großbritannien wird wahrscheinlicher
Boris Johnson gelingt ein Achtungserfolg: Erstmals bringt ein britischer Premierminister ein Brexit-Gesetz durchs Parlament. Minuten später folgt die Pleite: Johnson …
Neuwahl in Großbritannien wird wahrscheinlicher
CO2-Preis und Einbau-Verbot für Ölheizungen beschlossen
Schritt für Schritt setzt die Bundesregierung ihr Programm für Klimaschutzprogramm um. Bürger müssen sich auf Veränderungen einstellen.
CO2-Preis und Einbau-Verbot für Ölheizungen beschlossen
Münchnerin (40) wendet sich an Jens Spahn: „Lieber würde ich öffentlichkeitswirksam sterben“ 
Verena Wieser aus München ist nach einer OP von den Schultern ab gelähmt. Sie lebt zuhause. Wegen eines geplanten Gesetzes von Jens Spahn hat sie Angst, ins Pflegeheim …
Münchnerin (40) wendet sich an Jens Spahn: „Lieber würde ich öffentlichkeitswirksam sterben“ 
Nach Einigung mit der Türkei: Moskau droht Kurdenmiliz YPG
Russische Patrouillen sind unterwegs und setzen ein neues Abkommen mit der Türkei in Nordsyrien um. Die scheint nun weitgehend zu bekommen, was sie will: eine Pufferzone …
Nach Einigung mit der Türkei: Moskau droht Kurdenmiliz YPG

Kommentare