+
Auch Vertreter der deutschen NPD nahmen an dem Treffen europäischer rechtsextremer Parteien in St. Petersburg teil.

Auch NPD dabei

Rechtsextreme Parteien treffen sich in Russland

St. Petersburg - Auf Einladung einer Kreml-treuen Partei haben sich am Sonntag Vertreter mehrerer europäischer rechtsextremer Parteien in St. Petersburg getroffen.

Die rund 150 Mitglieder von Parteien wie der griechischen Partei Goldene Morgenröte, der britischen National Party und der deutschen NPD berieten in der russischen Stadt unter anderem darüber, wie "traditionelle Werte" von Familie und Christentum, für die auch Russlands Präsident Wladimir Putin stehe, gefördert werden können. Zu der Veranstaltung hatte die dem Kreml nahestehende Rodina-Partei (Vaterlandspartei) geladen.

Themen des Treffens waren nach Angaben der Veranstalter auch die Ukraine-Krise und die "arrogante" Politik der USA. Das Forum sei der erste Schritt, eine gemeinsame Plattform gegen die "Bedrohung der Souveränität und der nationalen Identität" zu schaffen, sagte Fjodor Birukow von der Rodina-Partei.

Obwohl Russlands Präsident Wladimir Putin einerseits "faschistische" Tendenzen in der Ukraine kritisiert, wird ihm gleichzeitig eine Nähe zu nationalistischen Kräften im eigenen Land nachgesagt. Rechtsextreme Gruppen aus anderen europäischen Ländern sympathisieren in der Ukraine-Krise offen mit dem russischen Präsidenten. Sie sehen es als legitim an, dass Putins Regierung in der Ostukraine die Interessen der prorussischen Separatisten verteidigt.

Vertreter der französischen Front National (FN) nahmen an dem Treffen in St. Petersburg nicht teil. FN-Chefin Marine Le Pen kritisierte allerdings am Samstag im russischen Fernsehen erneut die europäischen Sanktionen gegen Russland und die antirussische "Propaganda" in der Ukraine-Krise. Die Sanktionen geschähen nur "auf Befehl der USA", sagte sie.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump will Naturschutzgebiete verkleinern - aus simplem Grund
Washington - US-Präsident Donald Trump hat eine Untersuchung mit dem Ziel angeordnet, einen Teil der Naturschutzgebiete der USA zu verkleinern.
Trump will Naturschutzgebiete verkleinern - aus simplem Grund
Trump-Regierung will "größte Steuerreform" in US-Geschichte
Donald Trump ist am Samstag 100 Tage im Amt. Bei Prestigeprojekten aber kommt er nicht voran. Er hatte außerdem eine "historische Steuerreform" versprochen.
Trump-Regierung will "größte Steuerreform" in US-Geschichte
Pressefreiheit auf dem Rückzug: Bedrängte Wächter
Nicht nur in autoritären Staaten wie Nordkorea ist die Pressefreiheit in höchster Bedrängnis, auch im Westen zeichnet sich ein Umschwung an. Ein Kommentar von Georg …
Pressefreiheit auf dem Rückzug: Bedrängte Wächter
Barley: Merkel hat "gar nichts" für Frauen gemacht
Berlin - Die SPD hat die Frauenpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf kritisiert. Generalsekretärin Katarina Barley wurde deutlich. 
Barley: Merkel hat "gar nichts" für Frauen gemacht

Kommentare