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Ursula von der Leyen hat auf rechtsextreme Umtriebe in der Bundeswehr reagiert.

Kaserne umbenannt

Rechtsextreme Umtriebe bei der Bundeswehr: Von der Leyen unterzeichnet neuen Erlass

Knapp ein Jahr nach dem Skandal um rechtsextreme Umtriebe in der Bundeswehr gibt es bei ihr neue Richtlinien für ihren Umgang mit Traditionen und der Wehrmacht.

Hannover - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) unterzeichnete am Mittwoch in Hannover den überarbeiteten Traditionserlass der Truppe. Er gibt vor, dass die Soldaten bei der Suche nach Vorbildern den Blick künftig vor allem auf die eigene, mehr als 60 Jahre lange Geschichte richten sollen. Die Affäre um den rechtsextremen Oberleutnant Franco A. hatte im vergangenen Jahr eine Diskussion um den Umgang der Bundeswehr mit ihren Traditionen entfacht.

Der alte Traditionserlass stammt von 1982. In dem Zeitraum habe sich die Bundeswehr „in Gänze gehäutet“ und personell völlig erneuert, sagte Generalinspekteur Volker Wieker in der Emmich-Cambrai-Kaserne in Hannover am Mittwoch. Es sei höchste Zeit gewesen, die Richtlinien neu zu fassen. Die Ereignisse des vergangenen Jahres seien ein „wesentlicher Augenöffner für uns alle“ gewesen.

Von der Leyen wollte am Mittwoch mit einem feierlichen Appell die Emmich-Cambrai-Kaserne nach einem in Afghanistan getöteten Feldjäger, Tobias Lagenstein, umbenennen. Damit trägt erstmals in der Geschichte der Bundeswehr eine Kaserne den Namen eines in einem Auslandseinsatz gefallenen Bundeswehrsoldaten.

dpa

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