+
"In Sachsen ist das Problem des Rechtsextremismus viele Jahre lang von Ministerpräsident Tillich und seiner CDU ignoriert worden", sagt Schwesig. 

Vorwürfe an Ministerpräsident Tillich

Rechtsextremismus in Sachsen: Schwesig klagt über Ignoranz

Berlin - Rechtsextremismus sei im Osten Deutschlands teilweise fest verwurzelt, glaubt Familienministerin Schwesig - und sieht eine Mitschuld der Politik. 

Zum Jahrestag der deutschen Einheit hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich für das Erstarken des Rechtsextremismus in seinem Land mitverantwortlich gemacht.

"In Sachsen ist das Problem des Rechtsextremismus viele Jahre lang von Ministerpräsident Tillich und seiner CDU ignoriert worden", sagte die Sozialdemokratin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Wenn die Politik rechte Strömungen aber über Jahre laufen lässt, riskiert sie, dass sich die Bürger am Ende zurückziehen."

Schwesig hieß es gut, dass die zentralen Einheitsfeierlichkeiten in diesem Jahr in der Landeshauptstadt Dresden stattfinden. Die vielen Sachsen, die nicht mit dem fremdenfeindlichen Pegida-Bündnis demonstrierten, die Anschläge und Ausschreitungen verurteilten, bekämen im Alltag zu wenig Aufmerksamkeit.

Rechtsextremismus sei ein Problem von ganz Deutschland, sagte Schwesig. Im Osten sei er allerdings "an einigen Orten mittlerweile verwurzelt". Als einen Grund nannte sie, dass Jugendliche, die wenig Perspektiven und keinen Halt hätten, sehr empfänglich für Rechtsextreme seien.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Krawalle bei Demonstration in Athen
Jedes Jahr gedenken die Griechen an den Widerstand ihrer Jugend gegen eine Diktatur vor mehr als 40 Jahren. Alles verläuft friedlich - bis sich der schwarze Block von …
Krawalle bei Demonstration in Athen
Einigung bis Sonntagabend, oder Jamaika-Sondierung ist gescheitert
Die Entscheidung über eine Jamaika-Koalition fällt an diesem Wochenende. Sollte bis Sonntagabend keine Einigung zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen, bedeutet das das Ende …
Einigung bis Sonntagabend, oder Jamaika-Sondierung ist gescheitert
Tauber: Bei diesen Themen „noch mal hart miteinander ins Gericht gehen“
Die Jamaika-Sondierungsgespräche gehen am Freitag in eine weitere Runde. Einzelgespräche sollen helfen, um bis Sonntag fertig zu werden. Im News-Ticker bekommen Sie alle …
Tauber: Bei diesen Themen „noch mal hart miteinander ins Gericht gehen“
US-Bürgerrechtler Jesse Jackson leidet an Parkinson
Bürgerrechtler Jesse Jackson hat Parkinson. Der 76-Jährige machte seine Erkrankung am Freitag selbst bekannt, will sich von ihr aber nicht ausbremsen lassen.
US-Bürgerrechtler Jesse Jackson leidet an Parkinson

Kommentare