+
Rechtspopulistin Pia Kjærsgaard (68), rückt aller Voraussicht nach als erste Frau an die Spitze von Dänemarks Parlament. Foto: Jens Astrup/Archiv

Rechtspopulistin wird Präsidentin von Dänemarks Parlament

Kopenhagen (dpa) - Die frühere Chefin und Mitbegründerin der Dänischen Volkspartei, Pia Kjærsgaard (68), rückt aller Voraussicht nach als erste Frau an die Spitze von Dänemarks Parlament.

Die vier bürgerlichen Parteien einigten sich am Mittwoch, die einflussreiche Rechtspopulistin am Freitag zur Präsidentin zu wählen. Damit hat die frühere Haushaltshilfe, die als entscheidende Kraft hinter der harten Einwanderungspolitik Dänemarks gilt, eine Mehrheit sicher. Wegen ihrer scharfen Äußerungen in der Ausländerdebatte hatte das Oberste Gericht Kjærsgaard 2003 eine rassistische Haltung bestätigt.

Als Kandidatin für das Amt war auch die sozialdemokratische Ex-Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt im Gespräch gewesen. Der neue liberale Regierungschef Lars Løkke Rasmussen hatte sich für Kjærsgaard eingesetzt. Die Rechtspopulisten sind seit der Wahl am 18. Juni größte bürgerliche Partei im dänischen Folketing.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Seehofer im Asylstreit: CSU-Rückzieher wäre irreparabler Schaden - Söder fordert Merkel-Einlenken
Die Asyl-Krise zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer spitzt sich zu. Der Bruch drohte an diesem Montag. Alle Entwicklungen rund um den Streit zwischen CDU und CSU im …
Seehofer im Asylstreit: CSU-Rückzieher wäre irreparabler Schaden - Söder fordert Merkel-Einlenken
Gespräche in Jordanien - Netanjahu bemüht sich um Wiederaufnahme des Friedensprozesses im Nahen Osten
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Montag mit dem jordanischen König Abdullah II. über die Lage im Nahen Osten gesprochen.
Gespräche in Jordanien - Netanjahu bemüht sich um Wiederaufnahme des Friedensprozesses im Nahen Osten
Italiens Lega-Regierung will Sinti und Roma zählen lassen
Die neue populistische Regierung in Europa behält ihre harte Linie bei. Nun will der italienische Innenminister Matteo Salvini die in Italien lebenden Sinti und Roma …
Italiens Lega-Regierung will Sinti und Roma zählen lassen
Trump rechtfertigt Ausländerpolitik mit Verweis auf Berlin
Innen- und Außenpolitik zu vermischen, ist gegen die Etikette der internationalen Diplomatie. Donald Trump tut es dennoch. Um seine umstrittene Ausländerpolitik zu …
Trump rechtfertigt Ausländerpolitik mit Verweis auf Berlin

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.