+
Norbert Hartl ist wegen der Korruptionsaffäre zurückgetreten. Foto: Andreas Gebert

Korruptionsaffäre

Regensburger SPD-Fraktionschef Hartl tritt zurück

Regensburg (dpa) - In der Regensburger Korruptionsaffäre ist der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Norbert Hartl, von seinen Ämtern zurückgetreten. In einer persönlichen Erklärung schrieb Hartl, es sei für ihn "selbstverständlich", politische Konsequenzen zu ziehen.

Obwohl er sich keinerlei Schuld bewusst sei und die Unschuldsvermutung auch für ihn gelte, trete er vom Fraktionsvorsitz zurück und gebe auch sein Aufsichtsratmandat bei der Stadtbau Regensburg unverzüglich ab. Zudem gebe er seinen Posten als Vize-Oberbürgermeister ab und trete als zweiter Vizepräsident des Bezirkstages zurück.

In der vergangenen Woche waren Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD), ein Bauunternehmer sowie ein weiterer Beschuldigter verhaftet worden. Auch gegen Wolbergs Amtsvorgänger Hans Schaidinger (CSU) ermittelt die Staatsanwaltschaft. Sie wirft beiden Bestechlichkeit im Zusammenhang mit einer Grundstücksvergabe vor.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Seehofer in der Kritik: „Wir sind keine Oligarchen-Partei“
Am Tag nach Seehofers Rückzugs-Wirrwarr setzt das Murren in der CSU ein. Geht’s ihm um die friedliche Lösung – oder um Zeitgewinn? Die Fraktion will nächste Woche …
Seehofer in der Kritik: „Wir sind keine Oligarchen-Partei“
Grünen-Chef Özdemir verrät, wen er gern als seinen Nachfolger hätte
Vor dem Parteitag der Grünen hat der Parteivorsitzende Cem Özdemir mögliche Kandidaten für seine Nachfolge benannt. Einen hat er dabei besonders im Blick.
Grünen-Chef Özdemir verrät, wen er gern als seinen Nachfolger hätte
Iran reagiert gelassen auf saudischen Hitler-Vergleich
Teheran (dpa) - Der Iran hat gelassen auf die Äußerungen des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman reagiert. Der hatte Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei …
Iran reagiert gelassen auf saudischen Hitler-Vergleich
SPD nimmt Kurs auf Große Koalition - das wird teuer
Noch freut sich die Union, dass der Bundespräsident die SPD weichgekocht hat. Doch eine Große Koalition dürfte teuer werden. Kostet sie vielleicht sogar die Kanzlerin …
SPD nimmt Kurs auf Große Koalition - das wird teuer

Kommentare