Regierung:

Chemiewaffen-Inspekteure in Syrien verschleppt

Damaskus  - In Syrien sind am Dienstag nach Regierungsangaben elf Mitarbeiter der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) entführt worden.

Fünf syrische Fahrer und sechs Waffeninspekteure seien im Zentrum Syriens verschleppt worden, teilte das Außenministerium in Damaskus mit. Die Gruppe sei in zwei Fahrzeugen in der Provinz Hama unterwegs gewesen.

Nach Ministeriumsangaben gingen die Inspekteure Vorwürfen nach, die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad hätten im April ein von Rebellen kontrolliertes Dorf in Hama mit Chlorgas angegriffen. Das Außenministerium erklärte, die OPCW-Mitarbeiter seien von "terroristischen Gruppen" gekidnappt worden. Als "Terroristen" bezeichnet die Regierung alle Aufständischen, die sich gegen Assad erhoben haben.

Rebellenvertreter hatten den Regierungstruppen zuletzt am Freitag vorgeworfen, in Hama Fassbomben mit Chlorgas abgeworfen zu haben. Auch Ärzte gaben an, Hinweise auf Chlorgas zu haben.

Auf Druck der internationalen Gemeinschaft hatte sich Assad im vergangenen Jahr bereit erklärt, seine Chemiewaffen zur Zerstörung außer Landes zu schaffen. Der Prozess ist nach OPCW-Angaben so gut wie abgeschlossen. Allerdings gehört Chlorgas nicht zu den Chemikalien, die unter das Abkommen fallen.

AFP

Rubriklistenbild: © AFP

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Erbschaften und Schenkungen erreichen wieder Höchststand
In Deutschland haben Erbschaften und Schenkungen wieder einen Höchststand erreicht. Von den Finanzämtern wurden 2016 Vermögensübertragungen in Höhe von 108,8 Milliarden …
Erbschaften und Schenkungen erreichen wieder Höchststand
Terror in Spanien: Attentäter mit Verbindungen ins Ausland
Die spanischen Sicherheitsbehörden versuchen, den Anschlägen von vergangener Woche auf den Grund zu gehen. Vieles deutet darauf hin, dass die Terroristen enge …
Terror in Spanien: Attentäter mit Verbindungen ins Ausland
Mindestens 30 Zivilisten sterben bei Luftangriffen im Jemen
Sanaa (dpa) - Bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien geführten Koalition sind im Jemen nach Angaben von Rebellen mindestens 30 Menschen getötet worden.
Mindestens 30 Zivilisten sterben bei Luftangriffen im Jemen
Kanadischer Richter muss sich wegen Trump-Kappe verantworten
In Ontario hat am Mittwoch ein Disziplinarverfahren gegen einen Richter begonnen, der am Tag nach dem Wahlsieg von US-Präsident Donald Trump mit einer "Make America …
Kanadischer Richter muss sich wegen Trump-Kappe verantworten

Kommentare