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Frauen in der Führungsspitze: Noch immer in der Minderheit.

Regierung will Zahlen

Studie über Frauenanteil in öffentlichen Firmen

Berlin - Die Bundesregierung hat einem Zeitungsbericht zufolge erstmals eine Studie zum Anteil von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten öffentlicher Unternehmen in Auftrag gegeben.

Dabei sollten insgesamt rund 230 Firmen untersucht werden, die Veröffentlichung der Ergebnisse sei spätestens für das Frühjahr 2014 geplant, berichtet die Zeitung "Die Welt" (Dienstagsausgabe).

Die Lobbyorganisation Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) und der Wissenschaftler Ulf Papenfuß von der Universität Leipzig, die die Studie machen, bestätigten der "Welt" die Informationen. Auftraggeber für die Studie mit dem Titel "Public Women-on-Board-Index" ist das Bundesfamilienministerium. Eine entsprechende Studie über die Privatwirtschaft gibt es bereits seit drei Jahren, wie es in dem Bericht heißt.

Die Unterhändler von Union und SPD hatten sich in ihren Koalitionsverhandlungen auf eine Frauenquote geeinigt: Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen müssen demnach ab 2016 einen weiblichen Anteil von mindestens 30 Prozent aufweisen. Für die öffentlichen Unternehmen soll das nicht gelten.

"Vorliegende Daten deuten darauf hin, dass der Anteil von Frauen in Vorständen beziehungsweise Geschäftsleitungen und Aufsichtsräten öffentlicher Unternehmen deutlich unter den von der Politik formulierten Zielen liegt", sagte Papenfuß der "Welt".

Monika Schulz-Strelow, Präsidentin des Lobbyvereins Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR), kritisierte die Entscheidung: "Es wäre leicht für die Politik gewesen, hier ihre Vorbildfunktion zu erfüllen, indem sie die öffentlichen Unternehmen mit in die Quote für Aufsichtsräte aufnimmt", sagte sie der "Welt".

AFP

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