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Zwei Männer wurden in Düsseldorf wegen ihrer Registrierung als IS-“Kämpfer“ verurteilt. 

Rückreise nach einer Woche

Registriert als IS-„Kämpfer“ - Zwei Männer in Düsseldorf verurteilt

Zwei Männer aus Nordrhein-Westfalen ließen sich als IS-“Kämpfer“ registrieren. Doch schnell fassten sie den Entschluss, das Camp wieder zu verlassen. Nun wurden sie verurteilt.

Düsseldorf - Zwei Männer aus Nordrhein-Westfalen sind wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verurteilt worden. Der 21-jährige Hauptangeklagte aus Ennepetal erhielt in dem Prozess am Oberlandesgericht Düsseldorf am Mittwoch eine Jugendhaftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Damit blieb der Vorsitzende Richter Lars Bachler vier Monate unter der Forderung der Generalstaatsanwaltschaft. Der 26-jährige Mitangeklagte aus Hagen bekam eine zweijährige Bewährungsstrafe. Er hatte sich beim Prozessauftakt vom IS distanziert. Die Anklage gründete im Wesentlichen auf seinen Aussagen.

Die Männer ließen sich 2014 als IS-“Kämpfer“ registrieren

Nach Überzeugung des Gerichts reisten die beiden Männer im Juni 2014 über die Türkei nach Syrien in das IS-Gebiet und ließen sich dort als „Kämpfer“ registrieren. Sie hätten auch einen Schwur geleistet. Nach nur einer Woche in einem IS-Ausbildungslager fassten die Männer jedoch den Entschluss, nach Deutschland zurückzukehren. Unter dem Vorwand, sie wollten heiraten, bekamen die beiden laut Gericht vom IS die Erlaubnis zur Ausreise.

Der IS-Chef Bakr al-Bagdadi wurde nach einem Luftangriff für tot gehalten. Nach irakischen Angaben ist er aber noch, schwer verletzt, am leben.

Das härtere Strafmaß für den in Untersuchungshaft sitzenden 21-Jährigen begründete der Vorsitzende Richter Lars Bachler damit, dass der Mann ein weiteres Mal von Deutschland nach Syrien reisen wollte und an seiner „militant-dschihadistischen Einstellung“ festgehalten habe. Bei dem Versuch war er aber festgenommen worden.

Vor kurzen äußerte sich die FIFA zur Terrorgefahr bei der Fußball-WM.

dpa/sms

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