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Die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.

Ist doch keine Showveranstaltung

Reisebus-Reklame für KZ Auschwitz sorgt für Empörung

Brünn - Eine Busreklame für Ausflüge zur KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau hat in Tschechien Empörung ausgelöst. Der Direktor des Jüdischen Museums in Prag rief das Reisebusunternehmen dazu auf, die Reklame umgehend zu entfernen.

Die großflächige Werbung auf einem Doppeldeckerbus zeigt den Eingang des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers mit dem menschenverachtenden Spruch „Arbeit macht frei“. Daneben prangt der Slogan „Fahren Sie nach Auschwitz! Ein Ausflug voller Emotionen“, wie die Zeitung „MF Dnes“ am Mittwoch berichtete.

Der Direktor des Jüdischen Museums in Prag, Leo Pavlat, rief das Reisebusunternehmen dazu auf, die Reklame umgehend zu entfernen. „Ich bin sehr empört“, sagte die Holocaust-Überlebende Erika Bezdickova. Es sei entsetzlich, dass Ausflüge nach Auschwitz nicht als Geschichtsstunde, sondern als emotionale Unterhaltungsaktivität vermarktet würden, mahnte die Frau aus Brünn (Brno).

Der Reisebusunternehmer Svatopluk Strava sagte der Deutschen Presse-Agentur, Filmemacher hätten das Fahrzeug als Requisite gechartert und die Reklame angebracht. „Ich lasse das noch heute auf eigene Kosten entfernen“, sagte er. Er bringe seit Jahrzehnten Schüler zu der Gedenkstätte und bekomme jedes Mal „eine Gänsehaut“. „Das habe ich nicht verdient“, entgegnete er seinen Kritikern.

Regisseur Vit Klusak erklärte der Zeitung „5plus“ über die Hintergründe seines Films, für den der Bus Verwendung fand: „Einige Reisebüros machen den Holocaust zur Show und in der Szene mit dem Bus wird dies auf satirische Weise kritisiert.“

dpa

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