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Aktuell liegen sechs Parteien über der Fünf-Prozent-Hürde. Foto: Florian Schuh

ARD-Deutschlandtrend

Rekordergebnis: Umfrage sieht AfD bundesweit bei 16 Prozent

Nach den jüngsten Erfolgen bei den Landtagswahlen hält der Aufschwung der AfD auch im Bund weiter an. Die Rechtspopulisten landen in einer Umfrage bei 16 Prozent. Auch für die FDP geht es aufwärts.

Berlin (dpa) - Die AfD hat im jüngsten "ARD-Deutschlandtrend" mit 16 Prozent Zustimmung ihr bundesweit bislang bestes Umfrageergebnis erzielt. Die rechtspopulistische Partei legte im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte zu, ergab die am Freitag veröffentlichte Umfrage von Infratest dimap.

In der aktuellen Sonntagsfrage kommt die Union auf 32 Prozent der Stimmen (-1). Die SPD würden 22 Prozent (-1) wählen. Die Grünen liegen bei 12 Prozent (+1). Acht Prozent der Bürger würden Die Linke wählen (-1). Die FDP kommt in der Umfrage auf sechs Prozent (+1).

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) sagte dazu im ARD-"Morgenmagazin", die Umfragen seien derzeit für keine der im Bundestag vertretenen Parteien erfreulich. "Das hat etwas damit zu tun, dass wir im Land schwierige Probleme lösen", argumentierte Altmaier. "Wir sind aber sicher, die Umfragewerte werden besser werden, wenn die Menschen sehen können und fühlen können, dass wir diese Probleme im Griff haben."

Die Führungsriege der AfD kommt am Samstag in Kassel zu einem Parteikonvent zusammen. Die Tagesordnung des Treffens, das hinter verschlossenen Türen stattfindet, soll ebenso geheim bleiben wie der Inhalt der Gespräche.

Die Partei von Jörg Meuthen und Frauke Petry hat in mehreren Landesverbänden Probleme mit Mitgliedern, die entweder mit extremen Äußerungen oder mit Kontakten in rechtsextreme Kreise aufgefallen sind.

Jüngstes Beispiel ist Kay Nerstheimer, der bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ein Direktmandat errungen hatte. Er war nach Angaben der AfD 2012 Mitglied der "German Defense League" gewesen, die später in Bremen vom Verfassungsschutz beobachtet wurde.

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