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Brisanter Rekord: Fast 270.000 ausländische Kindergeld-Empfänger.

Brisanter Rekord

So viele ausländische Kindergeld-Empfänger wie nie zuvor: Nahles läd zu Spitzentreffen ein 

Die Zahl der ausländischen Empfänger von Kindergeld hat einen neuen Rekord erreicht. Der Deutsche Städtetag fordert eine Reform. So schnell wie möglich. 

Berlin - Angesichts eines neuen Rekords bei der ausländischen Empfängerzahl von Kindergeld dringt der Deutsche Städtetag auf eine rasche Reform. „Das Kindergeld sollte sich daran orientieren, was Kinder in ihrem tatsächlichen Aufenthaltsland brauchen und nicht die Höhe aufweisen, die in einem anderen Land am Wohnsitz ihrer Eltern gezahlt wird“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Bundesregierung sollte auf EU-Ebene weiter eine entsprechende Änderung durchzusetzen versuchen, so Dedy.

„Nach meinem Eindruck ist es nicht unmenschlich, in den Fällen, in denen jemand in Deutschland arbeitet, seine Kinder aber in Rumänien leben, Kindergeld nach rumänischem Niveau zu zahlen“, sagte Dedy. Er warnte zugleich vor Stimmungsmache. „Die meisten Menschen aus Südosteuropa sind in Deutschland gut integriert.“ In einigen Städten gebe es jedoch nach wie vor Schwierigkeiten mit sozial schwer integrierbaren Familien, die häufig aus Rumänien und Bulgarien kämen. „Ein Aspekt dabei sind Kindergeld-Zahlungen für Kinder, die nicht in Deutschland, sondern in ihren Heimatländern leben.“

Kindergeld-Betrug: Nahles läd Oberbürgermeister zu Spitzentreffen ein

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat angesichts der Berichte über Betrugsfälle beim Kindergeld die Oberbürgermeister betroffener Kommunen zu einem Spitzentreffen eingeladen. Sie wolle mit ihnen am 27. September in Berlin das Thema Arbeitsmigration in seiner ganzen Breite und die Probleme vor Ort beraten, teilte Nahles am Donnerstag mit. „Wir werden die Kommunen nicht allein lassen.“ Sie setze sich weiterhin für die sogenannte Indexierung des Kindergeldes ein. Das bedeutet, dass sich die zu zahlende Leistung an den Lebenshaltungskosten in dem Land orientiert, wo die Kinder leben.

Wie das Bundesfinanzministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte, wurden im Juni für 268.336 Kinder, die außerhalb von Deutschland in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum leben, Kindergeld gezahlt. Das ist eine Zunahme um 10,4 Prozent. Ende 2017 lag die Zahl noch bei 243.234 Empfängern.

Vor allem die Zahl der Empfänger aus Osteuropa hat zugenommen

Mehrere Oberbürgermeister sehen eine gezielte Migration in das Sozialsystem; sie berichteten von Banden, die zum Beispiel Sinti und Roma gezielt in billigen Wohnungen unterbringen, damit sie einen festen Wohnsitz haben, um Kindergeld in Deutschland beantragen zu können. Es beträgt derzeit 194 Euro im Monat für das erste Kind.

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dpa

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