Merkur-Kommentar

Viele zweifeln trotz Renten-Erhöhung - zu Recht

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Trotz der kräftigen Renten-Erhöhung glaubt nicht einmal ein Viertel der Menschen zwischen 18 und 34 Jahren, später einmal davon leben zu können. Und dafür gibt es gute Gründe. Ein Kommentar. 

Wer heute jünger ist als 35 Jahre, dem wurde schon zu Schulzeiten klargemacht, dass die Alterspyramide bald ein Alterspilz sein wird, weil der demographische Wandel nicht aufzuhalten ist. Seit 2001 sieht er zu, wie das Rentenniveau zu Gunsten der in Nullzins-Zeiten besonders umstrittenen Riester-Förderung stückweise abgetragen wird. Und das alles im Wissen, dass es – aktuellen SPD-Träumereien zum Trotz – nicht anders geht. Und dass auch das Rentenalter steigen muss, wenn das System tragfähig bleiben soll.

Daraus folgt allerdings die sehr beunruhigende Frage: Was soll eigentlich nach 2030 passieren, wenn das Niveau nur noch 43 Prozent des Durchschnittseinkommens beträgt und gleichzeitig die selbst kinderarme Generation der Babyboomer in den Ruhestand drängt? Sollen die Beiträge dann immer weiter steigen? Soll das Niveau noch tiefer fallen? Sollen die Menschen noch länger arbeiten? Oder greift man in in die Steuerkasse? An mindestens einer dieser Stellschrauben wird gedreht werden müssen. Und was kommt dann? 2050?

Junge Menschen, die vom heutigen Standpunkt aus daran zweifeln, dass die gesetzliche Rente alleine einmal ihren Lebensabend sichern wird, sind keine Pessimisten. Alles andere wäre einfach blauäugig.

Rubriklistenbild: © Haag Klaus

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