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Renten-Schock: Jüngere sollen auf Urlaub verzichten

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Olaf Scholz (SPD) sitzt auf einem Podium und diskutiert. Im Hintergrund ist der Schriftzug zu lesen „Gute Arbeit. Gute Rente“.
Steuert er in der Rentenpolitik um? Fast-Kanzler Olaf Scholz (SPD). © Soeren Stache/dpa

Mehr arbeiten, weniger Urlaub: Die Rente hat ein Finanzierungsproblem. Dafür könnten bald die Jüngeren einen hohen Preis zahlen, warnen Wirtschaftsforscher.

Berlin – Immer weniger Beitragszahler, aber immer mehr Rentner: In der Rentenkasse klafft bald ein riesiges Loch. Deshalb hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) jetzt eindringlich einen konkreten Rettungsplan für die Alterssicherung gefordert. „In zehn Jahren wird Deutschland drei Millionen Erwerbstätige weniger haben“, warnte IW-Experte Thomas Obst in der Bild-Zeitung. „Diesen Verlust an Arbeitszeit müssen wir ausgleichen.“ Sein Vorschlag: Die Jüngeren sollen in Zukunft mehr arbeiten und auf Urlaub verzichten.

Wie viele Urlaubstage die Jüngeren für die Rentenkasse opfern müssen, verrät ein Bericht von kreiszeitung.de.*

Die Idee dürfte reichlich Zündstoff bergen. Erst vor wenigen Tagen hatte die Rentenversicherung die Erhöhung der Rentenbezüge ab dem kommenden Jahr 2022* angekündigt. So sollen für rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner die Bezüge im Westen um 5,2 Prozent und im Osten um 5,9 Prozent steigen – so stark wie seit vielen Jahren nicht mehr. Auch im Jahr 2023 können sich die Ruheständler noch einmal über einen Aufschlag freuen. Doch die Erhöhungen müssen dann die jüngeren Generationen tragen. Ob die mögliche Ampel-Koalition deswegen noch umsteuert und welche Zumutungen auf die Arbeitnehmer zukommen könnten, zeigt ein Bericht von kreiszeitung.de. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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