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Bernie Sanders will seine Stimme Hillary Clinton geben.

Alles außer Trump

Das war's dann: Sanders will für Clinton stimmen

Washington - Der US-Senator Bernie Sanders hat sich mit seiner Niederlage im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten offenbar abgefunden.

Er kündigte am Freitag an, dass er bei der Präsidentschaftswahl im November seiner innerparteilichen Rivalin Hillary Clinton seine Stimme geben werde. Dies war sein bislang deutlichstes Signal der Unterstützung für die frühere Außenministerin.

In einem Interview des Fernsehsenders MSNBC antwortete Sanders auf die Frage, ob er Clinton im November wählen werde, mit einem knappen "Ja". Der Senator aus dem Neuenglandstaat Vermont fügte hinzu, dass er "alles in seiner Macht Stehende" tun werde, damit der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump, besiegt werde. Der Rechtspopulist wäre eine "Katastrophe" für das Land, warnte Sanders.

Das Interview war das bislang deutlichste Eingeständnis des Senators, dass das Rennen für ihn gelaufen ist. Und es war auch sein bislang klarstes Signal, dass er vor der Wahl den Schulterschluss mit Clinton üben will, damit sich die Partei vereint dem Kampf gegen Trump widmen kann.

Clinton hatte sich in den vor zweieinhalb Wochen beendeten Vorwahlen der Demokraten die Präsidentschaftskandidatur gesichert. Bei einem Parteitag Ende Juli in Philadelphia soll die frühere Außenministerin formal nominiert werden.

Sanders hatte seine Kampagne dennoch bislang fortgesetzt. Er begründete dies damit, dass er Druck für seine inhaltlichen Forderungen ausüben wolle. In den Vorwahlen hatte Sanders eine Serie von beachtlichen Erfolgen erzielt, die ihm anfangs viele nicht zugetraut hatten. Er mobilisierte vor allem unter jungen Wählern und Aktivisten eine breite und enthusiastische Anhängerschaft.

Sanders, der sich als "demokratischer Sozialist" bezeichnet, positionierte sich in seiner Kampagne gegen das politische Establishment, zu dem er auch Clinton zählte. Er plädiert unter anderem für einen Mindeststundenlohn in Höhe von 15 Dollar (gut 13 Euro) und die Abschaffung der Studiengebühren an staatlichen Hochschulen. Auch tritt er für eine strikte Regulierung der Finanzmärkte ein.

Der Senator verlangt eine grundlegende Reform der Demokratischen Partei, darunter auch des Verfahrens zur Nominierung der Präsidentschaftskandidaten. Bei der Nominierung spielen die Hunderten von sogenannten Superdelelegierten eine wichtige Rolle. Dies sind aktuelle und frühere Amtsträger, die nicht an die Ergebnisse der Vorwahlen gebunden sind. Im diesjährigen Rennen hat sich die große Mehrheit der Superdelegierten hinter Clinton gestellt.

AFP

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