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Vizekanzler in Quarantäne: Verwirrung um Corona-Test bei Habeck - „Es steht drei zu eins“

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Von: Linus Prien

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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck
Robert Habeck © IMAGO/Fotostand / Reuhl

Robert Habeck hat einen positiven Corona-Test erhalten - einen Tag vor dem kleinen Parteitag der Grünen. Nun gab es eine Überraschung.

Update vom 30. April, 17.25 Uhr: Verwirrung um Corona-Tests bei Robert Habeck: Nach drei positiven Schnelltests soll Robert Habeck nun ein negatives PCR-Testergebnis erhalten haben. Das sagte er beim kleinen Parteitag der Grünen, dem er digital zugeschaltet war. „Ich hab also keine Ahnung, ob ich jetzt Corona hab oder nicht. Es steht drei zu eins.“ Er warte nun auf das Ergebnis eines weiteren Tests.

Robert Habeck hat positiven Corona-Test und fehlt beim Parteitag der Grünen in Düsseldorf

Erstmeldung vom 29. April:

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ist am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie eine Sprecherin mitteilte, fiel ein Schnelltest am Donnerstagabend noch negativ aus, ein Schnelltest am Freitagmorgen dann positiv. Habeck gehe es gut.

Er habe im Moment keinerlei Symptome. Gemäß den rechtlichen Vorgaben habe er sich in Isolation begeben. Alle Präsenztermine seien abgesagt worden. Vor Habeck war bereits Bundesfinanzminister Christian Lindner positiv auf Corona getestet worden. Zuletzt musste auch CDU-Ministerpräsident und Wahlkämpfer Daniel Günther wegen einer Covid-Erkrankung ein TV-Triell absagen.

Grünen-Parteitag: Die Grünen diskutieren Deutschlands Reaktion auf den Ukraine-Krieg

Das positive Testergebnis kam für Habeck einen Tag vor einem kleinen Parteitag der Grünen in Düsseldorf. Seine Partei wird darüber beraten, wie Deutschland dem russischen Angriff auf die Ukraine am besten entgegentreten kann. Breiten Raum einnehmen wird auf der halbtägigen Präsenzveranstaltung in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zudem eine Debatte über einen beschleunigten, dem Klimaschutz verpflichteten, wirtschaftlichen Veränderungsprozess.

In dem dazu veröffentlichten Antragstext heißt es: Das auf dem preisgünstigen Import von Öl, Kohle und Gas aus Russland basierende Geschäftsmodell sei gescheitert. „Gerade deshalb ist eine resiliente Wirtschaft so wichtig - und auch von herausragender sicherheitspolitischer Bedeutung.“

Grünen-Parteitag: „Zukünftig mehr in Sicherheit investieren“

In der Ukraine-Resolution, die am Samstag auf der Tagesordnung steht, heißt es, man wolle „zukünftig weit mehr in die Sicherheit investieren“. Allerdings gehe es dabei um einen „umfassenden Sicherheitsbegriff, der militärische Sicherheit beinhaltet, aber bei weitem nicht allein“. Und: die notwendige Wehrhaftigkeit unserer Demokratie dürfe „eine effektive Friedensarbeit nicht versperren“.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann hat am Donnerstag bei einer Debatte über die Lieferung schwerer Waffen im Bundestag gesagt: „Die Ukraine kann sich auf unsere Unterstützung verlassen.“ Gleichzeitig erklärte sie, wie schwer den Grünen jede einzelne Entscheidung zu militärischen Fragen bisweilen falle: „Wir wägen ab, wir zweifeln, ja und wir hadern - aber, und wir entscheiden.“ Das Ausmaß der deutschen Waffenlieferung bleibt aber umstritten. (dpa/lp)

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