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Robert Habeck privat und Karriere - das ist der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz

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Robert Habeck
Robert Habeck © IMAGO/Chris Emil Janssen

Der deutsche Wirtschaftsminister und Vizekanzler war zuerst Schriftsteller. Erste privater Probleme führten in in die Politik. Wissenswertes über Robert Habecks Karriere.

München – Der am 2. September 1969 in Lübeck geborene Robert Habeck arbeitete bereits während seines Hochschulstudiums als freier Schriftsteller, war als Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen aber auch politisch interessiert und engagiert. 2004 wurde er zum Landesvorsitzenden in Schleswig-Holstein gewählt. Trotzdem arbeitet der Politiker weiterhin als Schriftsteller.

Robert Habeck gilt als wortgewandter Politiker, der sich unter anderem für gesunde, bezahlbare Lebensmittel, gute Existenzbedingungen für Landwirte und den Schutz der Umwelt einsetzt. Aktuell sind es insbesondere die Themen „Energiewende“, „Stromnetzausbau“ sowie „Energiesparpflicht“, die seinen politischen Alltag bestimmen.

Habeck ist seit 1996 mit der Schriftstellerin Andrea Paluch verheiratet. Das Paar hat vier gemeinsame Kinder, darunter Zwillinge, und wohnt in Flensburg. Ihr Privatleben halten die beiden weitestgehend unter Verschluss. Zu Beginn des Jahres 2019 hat sich Habeck zudem von Twitter und Facebook verabschiedet.

Robert Habeck – der Beginn seiner Karriere

Nach seinem Abitur 1989 an der an der Heinrich-Heine-Schule in Heikendorf an der Kieler Förde absolvierte Habeck zunächst den Zivildienst beim ehemaligen Hamburger Spastikerverein. Anschließend daran begann er 1991 ein Magisterstudium mit der Fächerkombination Philosophie, Germanistik und Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. Seinen Magisterabschluss erreichte er im Jahr 1996 an der Universität Hamburg. Thema der Abschlussarbeit waren die Gedichte von Casimir Ulrich Boehlendorff (1775-1825). Nach der Zwischenprüfung im Wintersemester 1992/93 besuchte mit einem Erasmus-Stipendium die Universität Roskilde in Dänemark und promovierte 2000 in Philosophie. Seinen Doktortitel erlangte Robert Habeck mit einer Dissertation über literarische Ästhetizität.

Robert Habeck – der Schriftsteller

Schon während seines Studiums arbeitete Habeck als freier Schriftsteller. Gemeinsam mit seiner Frau Andrea Paluch veröffentlichte er die Romane „Hauke Haiens Tod“ (2001), „Der Schrei der Hyänen“ (2004), „Der Tag, an dem ich meinen toten Mann traf“ (2005), „Zwei Wege in den Sommer“ (2006), „Unter dem Gully liegt das Meer“ (2007) und „SommerGIG“ (2009).

Im Dezember 2008 wurde das erste Theaterstück der beiden mit dem Titel „Neunzehnachtzehn über den Matrosenaufstand“ im Kieler Theater uraufgeführt. 2008 wurde der Roman „Der Tag, an dem ich meinen toten Mann“ traf verfilmt. Zuletzt verfassten Habeck und Paluch ein Vorwort zu einer Neuübersetzung von George Orwells Roman 1984. Auch ein Sachbuch mit dem Titel „Von hier an anders: Eine politische Skizze“ erschien 2021 von ihm. Zuvor verfasste Habeck das Sachbuch „Wer wagt, beginnt“ (2016).

Robert Habeck – der Kinderbuch-Autor

In Zusammenarbeit hat das Ehepaar Robert Habeck und Andrea Paluch auch einige Kinder- und Jugendbücher verfasst. Das erste dieser Bücher für junge Leser ist das 2001 erschienene Buch „Jagd auf den Wolf“ für Kinder ab 10 Jahren. Als weitere Kinderbücher folgten „Wolfsspuren“ (2005), „Wolfsnacht“ (2011) und „Ruf der Wölfe“ (2019). Das neueste ihrer gemeinsamen Kinderbücher ist „Kleine Helden, große Abenteuer. Vorlesegeschichten für jeden Tag“ (2020).

Ein frühes Jugendbuch des Paares ist „Unter dem Gully liegt das Meer“ (2007), das 2008 mit dem Jugendbuchpreis Goldener Lufti ausgezeichnet wurde. Es folgten „SommerGIG“ (2009) sowie die beiden Bände „Felix und Lea. Der Turm ohne Türen.“ (2009) und „Felix und Lea. Jagd auf den Falken (2010)„. 2009 erschien zudem „Bevor du mit dem Teufel tanzt“. 2020 erschien als vorerst letztes Buch „Flug der Falken“.

Robert Habeck – seine Karriere als Politiker

Parallel zu Studium und Schriftstellerkarriere wurde immer mehr auch die Politik zu einem wichtigen Bestandteil Habecks beruflichen Lebens: Ursprünglich sei im Jahr 2002 ein fehlender Radweg für seine Kinder der Auslöser für sein erstes Engagement bei den Grünen gewesen, so Habeck. 2002 wurde Robert Habeck Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen und Kreisvorsitzender in Schleswig-Holstein, 2004 wurde er zum Landesvorsitzenden gewählt.

2008 war er Spitzenkandidat der Grünen bei der Kommunalwahl im Kreis Schleswig-Flensburg und wurde zum Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Schleswig-Flensburg gewählt. 2009 wurde Habeck Fraktionsvorsitzender im Kieler Landtag. 2012 wurde er Minister für Energiewende und 2017 im Amt bestätigt. 2018 trat er zurück, um sich gemeinsam mit Annalena Baerbock zum Bundesvorsitzenden wählen zu lassen. Nach der Bundestagswahl 2021 wurde Habeck als Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Teil der Ampel-Regierung und ist nun Vizekanzler.

Robert Habeck - seine komplette Karriere im Überblick:

Robert Habeck – seine politischen Ansichten und Ziele

Innerhalb der Partei der Grünen wird Habeck dem sogenannten „Realo“-Flügel zugeordnet, der realpolitische Positionen vertritt. Ein Beispiel: Das unter dem grünen Politiker erarbeitete Landesprogramm ländlicher Raum, das Fördermittel für die ökologische Landwirtschaft beziehungsweise für die Umstellung auf dieselbe vorsieht, wurde 2015 von der europäischen Kommission angenommen.

Auch der im Juli 2015 geschlossene, sogenannte „Muschelfrieden“, die Vereinbarung für eine naturverträgliche Miesmuschelkulturwirtschaft, geht auf Bemühungen Habecks zurück. Außerdem plädiert er für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, für den Aufbau einer CO2-freien und nachhaltigen Wertschöpfungskette in der Stahl- und Chemieindustrie sowie für die Verbesserung der Altersvorsorge in Deutschland.

Robert Habeck – Maßnahmen gegen die Energiekrise

Nach Amtsantritt im Wirtschaftsministerium Ende 2021 ist es insbesondere die durch den Russland-Ukraine-Krieg hervorgerufene europaweite Energiekrise, die den politischen Alltag von Robert Habeck bestimmt. Da Russland kein verlässlicher Gas-Lieferant mehr sei, verschärfte der Minister deshalb die Vorsorge für den Winter und kündigte unter dem Schlagwort „Energiesparpflicht“ zugleich neue Energiespar-Regeln an. Außerdem wurden strengere Vorschriften für den Füllstand der Gasspeicher erlassen.

Die Speicher sollten laut Habeck am 1. September 2022 zu 75 Prozent gefüllt sein, zum 1. Oktober zu 85 Prozent (bisher 80 Prozent) und zum 1. November zu 95 Prozent (bisher 90 Prozent). Weitere Energiesparmaßnahmen, laut Habeck:

Robert Habeck – das weiß nicht jedermann über ihn

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