+
Philipp Rösler

"Kommt nach Deutschland"

Rösler wirbt um junge Südeuropäer

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat an junge Menschen in den südeuropäischen Krisenstaaten appelliert, eine Berufsausbildung in Deutschland zu machen.

„Kommt nach Deutschland!“, sagte er in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“. In der deutschen Wirtschaft gebe es Zehntausende freie Ausbildungsplätze. Für Schulabgänger sei es sicher keine leichte Entscheidung, mindestens drei Jahre in ein fremdes Land zu gehen. „Aber die Tür für junge Südeuropäer steht auf, sie sind willkommen. Wir müssen deutlich machen, dass sie die Perspektive haben, als Fachkräfte zu bleiben - auch mit doppelter Staatsbürgerschaft.“

Während die Jugendarbeitslosigkeit in einigen EU-Staaten extrem hoch ist, suchen deutsche Unternehmen zum Teil Auszubildende. Am kommenden Mittwoch werden in Berlin die EU-Arbeitsminister über weitere Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit beraten. Die Staats- und Regierungschefs der EU haben soeben bei ihrem Gipfel in Brüssel eine Jobgarantie für Jugendliche ausgesprochen und sechs Milliarden Euro für die Jahre 2014 und 2015 bereitgestellt.

Das sei ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit, sagte Rösler. „Entscheidender als Beschäftigungsprogramme sind allerdings strukturelle Reformen in den jeweiligen Ländern. Nur mit Arbeitsmarktreformen und mehr Flexibilität werden wir die Jugendarbeitslosigkeit langfristig beseitigen.“

Sie waren die Chefs der FDP

Sie waren die Chefs der FDP

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Union und SPD planen weiter Koalitionsausschuss
Wann gibt es ein erstes Treffen der beiden neuen SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans mit der Unionsspitze? Es gibt verwirrende Nachrichten. Klappt es vor …
Union und SPD planen weiter Koalitionsausschuss
Grobe Kritik an Greta Thunberg: Brasilianischer Präsident bezeichnet Klimaaktivistin als „Göre“
Greta Thunberg moniert die Ermordung von Ureinwohnern in Brasilien. Der öffentliche Konter des umstrittenen Staatspräsidenten Jair Bolsonaro lässt nicht lange auf sich …
Grobe Kritik an Greta Thunberg: Brasilianischer Präsident bezeichnet Klimaaktivistin als „Göre“
Greta Thunberg erfährt höchste Ehre: Sie ist „Person des Jahres“ - sie setzte sich gegen namhafte Konkurrenz durch
Greta Thunberg ist vom „Time“-Magazin zur Person des Jahres ernannt worden. Damit befindet sich die Klima-Aktivistin aus Schweden in prominenter Gesellschaft.
Greta Thunberg erfährt höchste Ehre: Sie ist „Person des Jahres“ - sie setzte sich gegen namhafte Konkurrenz durch
Von der Leyen stellt „Green Deal“ vor - Kritik folgt prompt: „Machtpolitische Motivation“
Während in Madrid der UN-Klimagipfel tagt, treibt die neue EU-Kommission ein Riesenprogramm für ein klimafreundliches Europa voran. Allerdings kommen Details erst 2020 …
Von der Leyen stellt „Green Deal“ vor - Kritik folgt prompt: „Machtpolitische Motivation“

Kommentare