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Norbert Röttgen hatte vor vier Jahren als Spitzenkandidat der CDU in Nordrhein-Westfalen ein Wahldesaster für die CDU eingefahren.

Erneute als Kanzlerkandidatur?

#röttgenpacktaus: Twitter-Nutzer spotten nach Aussage über Merkel

Berlin - Ex-Bundesminister Norbert Röttgen hat in einem Interview die neuerliche Kanzlerkandidatur Merkels versichert. Ein Geheimnis? Das Netz reagiert mit Spott auf seine Aussage.

Norbert Röttgen hat am Dienstag in einem CNN-Interview auf die Bemerkung des Moderators, dass es fraglich sei, ob Angela Merkel nochmal als Kanzlerkandidatin antrete, offenbar doch ein kleines Parteigeheimnis ausgeplaudert: „She will run for chancellor“, also in etwa: „Sie wird wieder als Kanzlerkandidatin antreten.“ Damit wirbelte er jede Menge Staub auf. 

Merkel selbst schweigt nämlich seit Monaten eisern zu der Frage ihrer Wiederkandidatur. Auch nach Röttgens Aussage reagierte man in Berlin sofort. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte der dpa: „Die Bundeskanzlerin wird sich zu der Frage, wie schon mehrfach gesagt, zum geeigneten Zeitpunkt äußern.“ Es sei „nahezu ausgeschlossen“, dass Röttgen wisse, was Merkel vorhabe.

Am Mittwoch stellte der in der „Bild“-Zeitung klar: Das Interview sei in allen Fragen seine „persönliche Einschätzung“ gewesen. „In der Frage der Kanzlerkandidatur glaube ich, dass ich etwas gesagt habe, was alle so denken und erwarten“, sagte er dem Blatt.

In Ungnade gefallen

Norbert Röttgen hatte vor vier Jahren als Spitzenkandidat der CDU in Nordrhein-Westfalen ein Wahldesaster für die CDU eingefahren. Nach seiner damaligen Entlassung als Bundesminister durch Angela Merkel blieb er der Politik als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses erhalten, der die Regierungspolitik vor allem im Vorfeld wichtiger außen- und sicherheitspolitischer Entscheidungen begleitet. Sein ehemals starkes Vertrauensverhältnis zu Merkel und wichtige Kenntnisse des innerparteilichen Kreises blieben ihm allerdings seitdem verwehrt. So schien es.

Internet verspottet Röttgens Aussage

Das Netz lacht über solche Spielchen, scheint eine neuerliche Kandidatur Merkels als Bundeskanzlerin für die Internet-Community ebenso klar, wie die Tatsache, dass auf Regen Sonne folgt. Nun muss Röttgen einigen Spott über sich ergehen lassen.

Unter dem Hashtag #röttgenpacktaus ließen sich die Internet-User darüber aus, welche Kuriositäten Röttgen wohl als nächstes aufdecken könnte. Sogar politische Größen wie FDP-Chef Christian Lindner oder „Stern.de“-Chef Philipp Jessen konnten sich einen bissigen Twitter-Kommentar zum Thema Röttgen nicht verkneifen.

kah/dpa

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