1 von 9
Der Bundestag hat mit großer Mehrheit das schwarz-rote Rentenpaket beschlossen. Es ist das teuerste Projekt der Großen Koalition. Ein Überblick über Eckpunkte und Kosten:
2 von 9
ABSCHLAGFREIE RENTE AB 63: Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, soll vom 1. Juli an schon ab 63 Jahren ohne Abschlag in Rente gehen können. Begünstigt sind aber nur die Geburtsjahrgänge zwischen Mitte 1951 und 1963 - mit schrittweise abnehmendem Vorteil.
3 von 9
Phasen vorübergehender Arbeitslosigkeit sollen in die Beitragsjahre mit angerechnet werden, nicht jedoch die letzten zwei Jahre vor Beginn der Frührente. Der Stichtag dafür ist jeweils der 61. Geburtstag. Diese Regelung soll verhindern, dass die Frührente durch Vorschalten von zwei Jahren Arbeitslosigkeit trickreich zum vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben genutzt wird.
4 von 9
Selbständige, die in ihrem Berufsleben mindestens 18 Jahre lang Renten-Pflichtbeiträge entrichtet und sich dann mindestens 27 Jahre freiwillig weiterversichert haben, sollen ab 63 ebenfalls abschlagfrei in Frührente gehen können. Das kommt vor allem Handwerkern zugute.
5 von 9
Von der abschlagfreien Rente ab 63 profitieren in vollem Umfang aber nur die Jahrgänge 1951 und 1952. Jeder spätere Jahrgang muss jeweils zwei Monate über den 63. Geburtstag hinaus arbeiten. Wer 1964 geboren ist und 45 Beitragsjahre zusammen bekommt, kann dann erst - wie heute schon - mit 65 Jahren abschlagfrei in Ruhestand gehen. Das Modell kostet - abhängig von der Inanspruchnahme - zwischen zwei und drei Milliarden Euro pro Jahr.
6 von 9
MÜTTERRENTE: Etwa 9,5 Millionen Frauen, deren Kinder vor 1992 zur Welt kamen, bekommen Kindererziehungszeiten in der Rente künftig mit einem zusätzlichen Rentenpunkt honoriert. Dies entspricht einer Verdoppelung. Pro Kind erhalten sie dann ab 1. Juli brutto bis zu 57 Euro monatlich im Westen, im Osten bis zu 53 Euro.
7 von 9
Frauen mit jüngeren Kindern sind bei der Mütterrente aber immer noch besser gestellt. Sie erhalten für die Kindererziehung Rentenpunkte für drei Jahre Kindererziehung gut geschrieben: Das sind brutto bis zu 86 Euro im Westen und bis zu 79 Euro im Osten. Die verbesserte Mütterrente kostet im Jahr etwa 6,5 Milliarden Euro zusätzlich.
8 von 9
ERWERBSMINDERUNGSRENTE: Wer aus gesundheitlichen Gründen vermindert oder gar nicht mehr arbeiten kann, soll brutto bis zu 40 Euro mehr Rente im Monat bekommen. Die Betroffenen werden so gestellt, als ob sie mit ihrem früheren durchschnittlichen Einkommen bis 62 - und damit zwei Jahre länger als bisher - in die Rentenkasse eingezahlt hätten. Die Neuregelung kostet geschätzt zwischen 200 Millionen und 2,1 Milliarden Euro.

Überblick über Eckpunkte und Kosten

Rentenpaket: Das verändert sich für Sie

Berlin - Das teuerste Projekt der schwarz-roten Koalition - das vierteilige Rentenpaket - ist am Freitag vom Bundestag beschlossen worden. Ein Überblick über Eckpunkte und Kosten:

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

USA und Nordkorea verhandeln nach Gipfel-Absage weiter
Den Gipfel mit Machthaber Kim hat Trump erstmal abgesagt, doch beide Seiten lassen die Tür für Verhandlungen offen. Nicht nur Nordkorea bleibt bei eher versöhnlichen …
USA und Nordkorea verhandeln nach Gipfel-Absage weiter
Trump sagt Nordkorea-Gipfel ab und droht mit Atomwaffen
Der historische Gipfel zwischen Nordkorea und den USA kommt nicht zustande. Donald Trump zieht den Stecker, Nordkorea sei Schuld. Kurz darauf rasselt der Amerikaner …
Trump sagt Nordkorea-Gipfel ab und droht mit Atomwaffen
Bamf weist in Asyl-Affäre Vertuschungsvorwurf zurück
Im Bundesflüchtlingsamt wollte man Unregelmäßigkeiten bei Asylentscheidungen "geräuschlos" prüfen. Das klingt nach: unter den Teppich kehren. Die Behörde sieht das …
Bamf weist in Asyl-Affäre Vertuschungsvorwurf zurück
Umstrittene Präsidentenwahl in Venezuela hat begonnen
In dem südamerikanischen Land öffnen die Wahllokale ihre Türen, die Beteiligung an der Abstimmung läuft zunächst schleppend. Amtsinhaber Maduro gibt seine Stimme ab - …
Umstrittene Präsidentenwahl in Venezuela hat begonnen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.