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Das Linksautonome Zentrum Rote Flora.

Kommentar zu Linksextremismus

Rote Flora: Schluss mit der Toleranz

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In seinem Kommentar fordert Merkur-Redakteur Sebastian Dorn die Räumung des linksautonomen Zentrums Rote Flora.

Die Rote Flora ist mehr als die Schaltzentrale von Linksradikalen, sie ist ein symbolträchtiger Ort der Subkultur in Hamburg. Hier trainieren Sportgruppen, es gibt eine Fahrradwerkstatt und Cafés. Hier sind Autonome zu Hause, die radikal denken, aber mit Gewalt nichts zu tun haben. Nach den Straftaten rund um den G20-Gipfel ist das aber keine Ausrede mehr: Niemand aus dem Zentrum unternahm etwas, um die bürgerkriegsähnlichen Szenen im Schanzenviertel zu verhindern. Das ist genauso falsch wie selbst Autos anzuzünden, Geschäfte zu plündern und Pflastersteine auf Polizisten zu schleudern.

Statt sich von den Vermummten zu distanzieren, schimpfte Flora-Anwalt Andreas Beuth im Fernsehen lieber über die Polizei. Er äußerte sogar Sympathie für die Gewalt, „aber bitte doch nicht im eigenen Viertel“. Das ist erstens ein Satz voller Hohn gegen alle Hamburger und zweitens ein verbaler Faustschlag gegen den Rechtsstaat. Wer so denkt und spricht, hat keinen Rückzugsort verdient. Der Hamburger Senat hat sich zu lange weggeduckt, er hat die illegale Besetzung 28 Jahre lang aus gutem Willen gegenüber den Autonomen toleriert. Auch, als die CDU regierte. Das war ein Fehler, der mit der Räumung der Roten Flora korrigiert werden muss.

Sie erreichen den Autor unter Sebastian.Dorn@merkur.de

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