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Unterstützer der PKK demonstrieren gegen den Islamischen Staat.

In Syrien

PKK ruft zum Kampf gegen Dschihadisten auf

Damaskus - Die Dschihadisten-Gruppe Islamischer Staat (IS) ist im Norden Syriens auf dem Vormarsch. Jetzt hat die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) die türkischen Kurden aufgerufen, gegen die Dschihadisten zu kämpfen.

"Es gibt im Widerstand keine Grenze mehr", erklärte die PKK am Montag und rief zur "Mobilisierung" auf. Vor den heftigen Kämpfen um die Stadt Ain al-Arab flohen bereits rund 130.000 Menschen in die Türkei.

Die PKK ist bereits im Nordirak an der Seite der Peschmerga am Kampf gegen die IS-Miliz beteiligt. In Syrien ist die Partei der Demokratischen Union (PYD), eine Schwesterpartei der PKK, die führende Kraft unter den Kurden. Seit vergangener Woche verloren die Kurden mindestens 64 Dörfer rund um die Stadt Ain al-Arab an der Grenze zur Türkei. Die syrische Opposition befürchtet bei einer Einnahme der Stadt "ethnische Säuberungen".

Ain al-Arab war bisher vom Bürgerkrieg weitgehend verschont geblieben, weshalb rund 200.000 Vertriebene dort Zuflucht gesucht hatten. Der Vorstoß der IS-Dschihadisten löste jedoch eine Massenflucht aus. Die Türkei öffnete allerdings erst nach einigen Tagen die Grenze, da sie zögert, weitere Flüchtlinge aufzunehmen. In der Türkei führen die fast 1,5 Millionen meist arbeits- und mittellosen Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien vermehrt zu Spannungen und Protesten.

Der türkische Vize-Regierungschef Numan Kurtulmus versicherte aber am Montag, sein Land sei auf das "schlimmste Szenario" vorbereitet und werde sein Möglichstes tun, um auch weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Demnach flohen bereits 130.000 Syrer über die Grenze. Die türkische Krisen- und Katastrophenschutzbehörde erklärte, am Grenzübergang von Mursitpinar würden die Flüchtlinge überprüft und bei Bedarf medizinisch versorgt.

Den kurdischen Kämpfern gelang es derweil offenbar, die IS-Offensive im Süden und Osten von Ain al-Arab zu stoppen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, die Kurden leisteten heftigen Widerstand. Demnach schlossen sich ihnen auch syrische Rebellen an, die von der IS-Miliz aus Raka vertrieben worden waren. Laut der oppositionsnahen Beobachtungsstelle wurden seit Beginn der Kämpfe 60 IS-Kämpfer und 30 Kurden getötet.

Der kurdische Aktivist Mustefa Ebdi sagte, die Dschihadisten hätten im Osten von Ain al-Arab zurückweichen müssen. Hunderte junge Kurden, die in die Türkei geflohen sind, wollten nun zum Kämpfen zurückkehren. Der Aktivist forderte die internationale Koalition unter Führung der USA zum Eingreifen auf. Die US-Regierung hat Luftangriffe gegen die Dschihadisten in Syrien angekündigt, bisher aber keine Angriffe geflogen.

Die Bundesregierung dankte der Türkei für die Aufnahme der Flüchtlinge. Eine Außenamtssprecherin sagte, die Regierung sehe "die Entwicklung mit großer Sorge". Regierungssprecher Steffen Seibert sagte zur Frage der Aufnahme syrischer Flüchtlinge in Deutschland, "die Probleme der Welt sind nicht zu lösen über das deutsche Asylrecht". Allerdings sei Deutschland auch zu "solidarischer Politik" aufgefordert und könne die Probleme nicht ignorieren.

Bei Luftangriffen der syrischen Regierungstruppen in der nordwestlichen Provinz Idlib wurden derweil mindestens 42 Menschen getötet, darunter 16 Kinder. Die Region Idlib ist eine der letzten großen Hochburgen der gemäßigten Aufständischen in Syrien.

AFP

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