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Beatrix von Storch will keine Rundfunkgebühren zahlen. An Polit-Talks öffentlich-rechtlicher Sender nimmt sie aber teil.

AfD-Frau macht es auf Twitter öffentlich

Gebühren nicht bezahlt: GEZ pfändet Beatrix von Storchs Konto

Berlin - AfD-Frau Beatrix von Storch weigert sich beharrlich, Rundfunkgebühren zu zahlen und fordert deren Abschaffung. Der GEZ ging das offenbar zu weit - sie pfändete von Storchs Konto.

Was ihr Konto betrifft schaut AfD-Politikerin Beatrix von Storch erst einmal in die Röhre: Offenbar hat die GEZ wegen nicht bezahlter Rundfunkgebühren das Konto der streitbaren Politikerin gepfändet. Zumindet behauptet von Storch das auf Twitter. Auf Facebook hatte sie ebenfalls ein Posting abgesetzt, das aber nicht mehr aufrufbar ist und wohl gelöscht wurde. 

Der "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice" wollte die Pfändung nicht bestätigen. Aus Datenschutzgründen gebe die Organisation in derartigen Fällen keinen Kommentar ab, hieß es. Die Pfändung bestätigt hat dagegen AfD-Sprecher Ronald Gläser. Von Storch sei schon immer sehr kritisch gegenüber den Rundbeiträgen gewesen. Seit der Reform 2013 sei sie Totalverweigerin, habe aber auch mal gezahlt. So seien rund 240 Euro aufgelaufen, die nun gepfändet worden seien, sagte Gläser.

Während von Storch von einigen Twitter-Usern für ihre Weigerung, GEZ-Gebühren zu zahlen, Beifall bekommt, gibt es auch viel Kritik. "An Gesetze muss man sich halten oder wie war das noch gleich? Oder gilt das nur für Migranten?", so beispielsweise User "bronko". In der Tat hat das Bundesverwaltungsgericht im März den Haushaltsbeitrag, der die ehemalige GEZ-Gebühr beerbte, für rechtmäßig erklärt. Der Rundfunkbeitrag wird seit Januar 2013 pro Wohnung erhoben.

Auch AfD wettert gegen Rundfunkbeitrag

Die AfD will offenbar aus den Reihen der GEZ-Kritikern Wähler generieren. So wetterte der Landesverband gegen "politische Verfolgung und Inhaftierung" wegen des GEZ-Beitrags. Nun zeige sich "die hässliche Fratze des GEZ-Systems", twitterte der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern und verlinkte einen Artikel über eine Thüringerin, die wegen nicht bezahlter Rundfunkgebühren ins Gefängnis ging. Auch Beatirx von Storch hat dazu eine Meinung: "GEZ-Gefangene befreien: nächstes Mal AfD wählen", twitterte sie.

Zwar wettert die AfD-Politikerin oft gegen TV-Inhalte öffentlich-rechtlicher Sender - besonders wenn sie nicht ins Weltbild der AfD passen. Allerdings schlägt Beatrix von Storch Einladungen in Talk-Shows nicht aus - im Januar war sie Gast im Ersten bei "Anne Will".

Der Twitter-Acount von Beatrix von Storch verfügt über keinen blauen Haken, ist also nicht verifiziert. Aber offenbar ist er echt.

mb/afp

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