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Verteidigte den US-Angriff in Syrien: Donald Trump.

Internationale Pressestimmen 

Russische Zeitung schlägt Alarm: „Trump-Entscheidung bedroht die Welt“

Berlin - Das Medienecho auf den US-Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt ist eindeutig. Eine Zeitung aus Russland wird besonders deutlich.

Die internationale Presse sieht den US-Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt kritisch. Medien aus Russland, der Slowakei, und England verurteilten das Handeln des US-Präsidenten Donald Trump scharf. Wir haben einige Reaktionen für Sie zusammen getragen.

Moskowski Komsomolez, Russland:

Die russische Zeitung „Moskowski Komsomolez“ schreibt am Montag über die US-Angriffe auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt:

„Der „russische Freund“ Donald Trump hat das Kriegsbeil ausgegraben und hat es direkt auf seinen Verbündeten Russland geworfen. Der Abwurf der 59 Tomahawk-Raketen kann mit einem symbolischen Leerschuss verglichen werden. Aber aus politischer Sicht bedeutet die Entscheidung des US-Präsidenten ein gewaltiges Erdbeben.

Zu behaupten, dass die besseren Beziehungen zwischen Russland und den USA mit diesem Schlag auf einmal in Ruinen liegen, wäre wahrscheinlich übertrieben. Allerdings ist der Grad der Bedrohung - sowohl für die Beziehungen zwischen Moskau und Washington als auch für die Stabilität der Welt - schlagartig gestiegen. Trump hat bewiesen: Er ist eine völlig unberechenbare Figur, nicht nur für seine Verbündeten bei der Nato, sondern auch für das Land, bei dem er sich eine Freundschaft erhoffte - Russland.“

Pravda, Slowakei:

Die linksliberale slowakische Tageszeitung „Pravda“ kommentiert am Montag den US-Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt:

„Die amerikanische Verfassung sagt, dass nicht der Präsident, sondern der Kongress einen Krieg erklärt. (US-Präsident Donald) Trump hat sich vom Kongress nicht einmal eine Vollmacht erbeten. Trumps „Friedensliebe“ war ein ebensolcher Bluff wie sein nunmehriges angebliches „reifer Werden“. Die scheinbare Kehrtwendung von „(der syrische Präsident Baschar al-)Assad an der Macht ist eine Realität“ zum demonstrativen Luftangriff gegen Assads Stützpunkt heißt vor diesem Hintergrund nicht mehr als: Trump ist auch in so ernsten Dingen gleich unberechenbar wie in allem anderen.“

Guardian, England:

Zu den Terroranschlägen der vergangenen Tage in Alexandria, Stockholm und London meint die britische Zeitung „The Guardian“ am Montag:  

„Vieles ist noch unklar, selbst wenn es Festnahmen gab und Täter identifiziert wurden. Die Terrororganisation IS hat erklärt, eine ihrer Gruppen habe die Anschläge in Ägypten verübt. In den anderen Fällen wird eine islamistischer Hintergrund vermutet oder ist bestätigt. Doch was immer der Präsident der Vereinigten Staaten glauben mag, derartige Gefahren können weder durch Einreiseverbote - Khalid Masood, der Attentäter von Westminster, war Brite - noch durch Luftangriffe ausgemerzt werden. Selbst wenn man einmal außer acht lässt, dass Opfer unter der Zivilbevölkerung bei Angriffen der von den USA geführten Koalition gegen den IS, die unter der Trump-Administration zunehmen, die Stimmungen gegen die USA anheizen und zur Radikalisierung beitragen: Experten haben längst gewarnt, dass die Vertreibung des IS aus Mossul - und in absehbarer Zeit auch aus Al-Rakka - kurzfristig zu einem Anstieg von Terroranschlägen anderswo führt, dabei vor allem in der islamischen Welt. Zudem werden seit langem schwelende Konflikte in instabilen Ländern mit einem Islamistenproblem - wie dem Jemen, Libyen und Afghanistan - erneut angefacht.“

dpa/Video: snacktv

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