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Russlands Präsident Wladimir Putin.

„Weder in Sowjetunion noch in Russland“

Russland bestreitet Entwicklung von Nervengift Nowitschok

Russland hat im Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal die Herstellung sogenannter Nowitschok-Kampfstoffe bestritten.

"Es gab weder in der Sowjetunion noch in Russland Programme zur Entwicklung chemischer Kampfstoffe mit dem Namen Nowitschok", sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Riabkow am Donnerstag der Nachrichtenagentur Interfax. Russland habe seine Forschungen im Bereich der Chemiewaffen nach Inkrafttreten der internationalen Chemiewaffen-Konvention 1997 eingestellt und inzwischen sein gesamtes Arsenal vernichtet.

Die britische Regierung geht davon aus, dass bei dem Mordanschlag ein Gift der Nowitschok-Gruppe aus sowjetischer Produktion zum Einsatz kam. London und mehrere Verbündete werfen Russland vor, hinter dem Angriff zu stecken.

Bilaterale Beziehungen auf Eis

Nach Angaben des russischen Chemikers Wil Mirsajanow waren die Nowitschok-Gifte während des Kalten Kriegs in einem staatlichen Forschungsinstitut in Moskau entwickelt worden. Der 83-Jährige, der 1995 in die USA auswanderte, gilt als einer der "Väter" dieser chemischen Kampfstoffe.

Die britische Regierung legte wegen des Giftanschlags die bilateralen Beziehungen zu Moskau auf Eis und wies 23 russische Diplomaten aus. Moskau weist jegliche Verstrickung in das Attentat zurück und kündigte an, bald Vergeltungsmaßnahmen zu verhängen.

Der 66-jährige Skripal und seine 33-jährige Tochter Julia waren am 4. März in Salisbury südwestlich von London bewusstlos auf einer Parkbank aufgefunden worden. Sie befinden sich nach der Vergiftung weiterhin in lebensbedrohlichem Zustand.

Alle Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in unserem News-Ticker.

AFP

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