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Russlands Ex-Präsident Medwedew zeigt sich in Uniform – und blamiert sich mit einem Foto-Fauxpas

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Von: Patrick Huljina

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Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew fällt immer wieder mit aggressiven Äußerungen im Ukraine-Krieg auf. Nun leistete er sich einen peinlichen Fehler.

München - Dmitri Medwedew galt einst als liberale Hoffnung. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs fiel der ehemalige russische Präsident allerdings immer wieder mit provokanten Äußerungen auf. Mehrfach stellte er die staatliche Souveränität und Existenz der Ukraine infrage, drohte sogar, das Land „könnte von der Weltkarte verschwinden“.

Der enge Vertraute des russischen Machthabers Wladimir Putin äußert sich immer wieder in den sozialen Medien – insbesondere auf Telegram und dem russischen sozialen Netzwerk VKontakte. Medwedews Ton – der seit 2020 offiziell das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Sicherheitsrats innehat – ist dabei oft aggressiv. Den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beschimpfte er auf Twitter zuletzt als „größten ukrainischen Clown“ – und verglich ihn sogar mit dem NS-Diktator Adolf Hitler.

Russland: Ex-Präsident Medwedew besucht Militär an der Grenze zu Kasachstan

Bei einer seiner neuesten Inszenierungen unterlief dem russischen Ex-Präsidenten allerdings ein Fauxpas. Dabei geht es um ein Foto, das Medwedew auf Telegram und VKontakte postete – und nur nach wenigen Minuten wieder entfernte, wie unter anderem der Stern berichtet.

Am 5. August besuchte der russische Ex-Präsident eine Militärgarnison in der Region Orenburg. Medewedew habe sich im Auftrag Putins mit der Ausbildung der russischen Streitkräfte vertraut gemacht, hieß es in einer Mitteilung des Sicherheitsrates der Russischen Föderation. So weit, so normal – der Besuch im Grenzgebiet zu Kasachstan erlangte allerdings aufgrund eines Foto-Fauxpas große Aufmerksamkeit.

Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew beim Besuch einer Militärgarnison in der Region Orenburg.
Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew beim Besuch einer Militärgarnison in der Region Orenburg. © IMAGO/Ekaterina Shtukina

Russlands Ex-Präsident Medwedew zeigt sich in Uniform – und blamiert sich mit einem Foto-Fauxpas

Auf dem Bild posiert Medwedew in Uniform und mit einem Fernglas in der Hand. Dabei dürfte er allerdings nicht viel gesehen haben, denn vor den Linsen des Fernglases hingen noch die Abdeckungen. Ein peinlicher Fehler bei der groß geplanten Inszenierung beim Besuch der russischen Truppen.

Der gepostete Beitrag, in dem Medwedew zudem Kasachstan als „künstlichen Staat“ bezeichnete und auch Georgien drohte, wurde laut Stern nach nur zehn Minuten wieder gelöscht. Von offizieller Seite hieß es daraufhin, der Beitrag stamme nicht vom russischen Ex-Präsidenten und der Account sei gehackt worden. Es ist nicht das erste Mal, dass diese Ausrede nach einem umstrittenen Post genutzt wurde. (ph)

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