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Die Explosion in Sibirien fordert ein Todesopfer.

Tragödie in Russland

Explosionen in sibirischem Munitionsdepot - Video zeigt das ganze Ausmaß - traurige Nachricht

Nach der Explosion in einem Munitionsdepot der russischen Armee in Sibirien ist am Dienstag der Tod eines bislang Vermissten bestätigt worden.

Update 16.32 Uhr: Nachdem am Montag ein Munitionsdepot in Sibirien explodiert ist, teilen die russischen Behörden nun mit, dass dabei ein Mensch ums Leben gekommen ist. Zuvor war die Rede von einem Vermissten. Acht Personen wurden verletzt, so das Ermittlungskomitee. Nach anderen Behördenangaben kamen mindestens zwölf Menschen in ein Krankenhaus. 

Russland: Explosionen in sibirischem Munitionsdepot - Ursache noch unklar

Das Feuer in dem Depot in der Region Krasnojarsk in Sibirien mit rund 40 000 Artilleriegeschossen sei nach mehreren Stunden vollständig gelöscht worden, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag der Agentur Tass zufolge mit. Es sei noch stundenlang zu kleineren Explosionen gekommen. Die genaue Ursache war zunächst unklar. Ersten Erkenntnissen zufolge soll beim Verladen von Munition ein Brand entstanden sein, hieß es. Als die Feuerwehr zu Löscharbeiten eintraf, sei es zu der Explosion gekommen. Die Ermittler untersuchten, ob Mitarbeiter fahrlässig handelten.

Rund 10 000 Menschen seien nahe der Stadt Atschinsk von den Behörden in Sicherheit gebracht worden. Auch ein Ferienlager mit rund 250 Kindern wurde geräumt. Zusätzlich verließen nach Angaben des Zivilschutzes etwa 7000 Bewohner ihre Häuser freiwillig. Das Militär sperrte den Luftraum über dem Ort sowie die Straßen und Zugverbindungen. Sie wurden vom Militär am Dienstag wieder freigegeben.

Russland: Explosionen in sibirischem Munitionsdepot - Tausende in Sicherheit gebracht

Unser Ursprungsartikel vom 06. August, 12.40 Uhr: Nach der Explosion in einem Munitionsdepot der russischen Armee in Sibirien ist am Dienstag ein Mensch vermisst worden. Zwölf weitere Menschen wurden verletzt, tausende Anwohner wurden in Sicherheit gebracht, berichtete die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Feuer war nach Angaben der Streitkräfte derweil unter Kontrolle.

Der Gouverneur der Region Krasnojarsk, Alexander Uss, teilte mit, dass es einen Vermissten gebe. Laut Behördenvertreter mussten mehr als 9500 Menschen in Sicherheit gebracht werden; rund 6000 weitere hätten ihre Häuser vorsorglich freiwillig verlassen. Zunächst war von sieben Verletzten die Rede gewesen.

Feuer in Sibirien soll unter Kontrolle sein

Das Feuer war laut der Armee am Dienstag unter Kontrolle: "Es gibt keine Brandnester mehr", teilte das Verteidigungsministeriums mit. Für die Rückkehr der Anwohnern sei es noch zu früh, sagten Behördenvertreter.

Die Explosion hatte sich am Montag in der Nähe der Stadt Atschinsk ereignet. Die Ursache war zunächst unklar. Der Vize-Verteidigungsminister Dmitri Bulgakow sagte bei einer Pressekonferenz, wahrscheinlich sei "menschliches Versagen".

Augenzeugen veröffentlichten Videos im Internet, die dicken schwarzen Rauch über einem Wald nahe dem Munitionsdepot zeigten. Die russische Armee setzte zehn Löschflugzeuge, mehrere Hubschrauber und Pioniere zur Unterstützung der Löscharbeiten ein.

In Sibirien brennen unterdessen große Waldflächen.

afp/dpa

Video: Sibirien - heftige Explosion in Militärlager

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