+
Gruppenbild der Regierungschefs 2013 beim G8-Gipfel am Lough Erne (Nordirland). Russland wurde aus der G8-Gemeinschaft suspendiert.

Krim-Krise

Russland fliegt aus G8-Gemeinschaft

Paris - Russland ist nach Angaben von Frankreichs Außenminister Laurent Fabius aus der Gemeinschaft der führenden Wirtschaftsnationen (G8) suspendiert worden.

„Wir haben beschlossen, Russlands Teilnahme auszusetzen“, sagte Fabius am Dienstag dem Sender Europa 1. Die sieben führenden Länder würden sich ohne Russland treffen, sagte Fabius. Auch über seinen Twitter-Account verbreitete Fabius die Reaktion auf die Entwicklung im Ukraine-Konflikt. Nähere Angaben machte der französische Minister nicht.

Putin nennt Krim "untrennbaren" Teil Russlands

Die Gruppe der acht größten Industrienationen, G8 genannt, repräsentiert einen der mächtigsten Wirtschaftsräume der Welt. Die jährlichen Treffen ihrer Staats- und Regierungschefs gehen auf die erste Ölkrise zurück. 1975 kamen die Vertreter von sechs Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, USA, Japan) zum ersten „Weltwirtschaftsgipfel“ zusammen. Später wurde diese G6-Runde um Kanada (1976) und Russland (1998) zur G8 erweitert. Auch die Europäische Union ist bei den Treffen vertreten.

Kritiker bemängeln, die G8-Runde repräsentiere vor allem die Interessen der führenden Industrieländer zum Nachteil ärmerer Staaten. Aufstrebende Länder mit großer Bevölkerung wie China und Indien sind ebenso wenig vertreten wie Staaten aus Afrika und Lateinamerika. Sie haben jedoch in der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) Sitz und Stimme.

Das Krim-Referendum in Bildern

Das Krim-Referendum in Bildern 

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Türkei verweigert deutschem Wahlbeobachter die Einreise
Der Linken-Abgeordnete Hunko war schon beim Referendum in der Türkei Wahlbeobachter. Anschließend geriet er in die Kritik der Regierung. Nun wollte er für die OSZE …
Türkei verweigert deutschem Wahlbeobachter die Einreise
Telekom Tochter will in Deutschland 6000 Stellen streichen
Die Telekom-Tochter T-Systems, die sich um Großkunden kümmert, will bis 2021 rund 6000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen.
Telekom Tochter will in Deutschland 6000 Stellen streichen
„Blind und töricht“: CSU-Mann Waigel warnt vor Trennung der Unionsparteien
Theo Waigel ist Ehrenvorsitzender der CSU. In seinem Gastbeitrag für den Münchner Merkur warnt er vor einer Trennung der Schwesternparteien CDU und CSU.
„Blind und töricht“: CSU-Mann Waigel warnt vor Trennung der Unionsparteien
CDU-Arbeitnehmerflügel droht CSU mit Bayern-CDU
Angesichts der anhaltenden unionsinternen Streitereien hat der CDU-Arbeitnehmerflügel der CSU mit Gründung einer Bayern-CDU gedroht.
CDU-Arbeitnehmerflügel droht CSU mit Bayern-CDU

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.