1. Startseite
  2. Politik

Zwei Feuer an einem Tag: Russisches Militärinstitut und Chemiewerk brennen nieder

Erstellt:

Von: Linus Prien

Kommentare

Feuer im Militärinstitut in Twer
Feuer im Militärinstitut in Twer © IMAGO/Igor Stasyuk

In einem russischen Militärinstitut und einer der größten Chemiefabriken Russlands sind Feuer ausgebrochen. Die Gebäude sollen nicht mehr zu retten sein.

Twer/Kineschma - Bei einem Brand in einem Militärinstitut für Raketenforschung sind in Russland laut Staatsmedien mindestens 6 Menschen getötet und 27 weitere verletzt worden. Das Feuer war am Donnerstag in einem Büro des Instituts in der Großstadt Twer nordwestlich von Moskau ausgebrochen, wie die staatliche Nachrichtenagentur TASS meldete. Am selben Tag soll zudem ein Feuer in einer der größten Chemiefabriken Russlands ausgebrochen sein. Das berichtete unter anderem die britische Boulevardzeitung Daily Mirror.

Zentrales Institut des russischen Verteidigungsministeriums abgebrannt

Die Regierung des Gebiets Twer bestätigte den Brand des Instituts, nannte aber keine Opferzahlen. Das Feuer sei gelöscht, hieß es. Nach ersten Erkenntnissen führte ein nicht näher benannter Defekt im Stromnetz zu dem Brand. Auf Videos und Fotos war zu sehen, wie Flammen aus dem Gebäude schlugen und sich dicke Rauchwolken in der Stadt bildeten. Dutzende Löschfahrzeuge und auch ein Hubschrauber waren im Einsatz. Das Gebäude im Zentrum der Stadt brannte praktisch aus, das Dach brach ein. Medien berichteten, unter den Trümmern könnten noch Menschen sein.

Die Forschungsanstalt gilt als ein zentrales Institut des Verteidigungsministeriums und war an der Entwicklung der Iskander-Rakete beteiligt, die Russland im eskalierten Ukraine-Konflikt intensiv nutzt. Das Institut entwickelt unter anderem Navigations-, Kontroll- und Steuerungssysteme für die Raumfahrt, aber auch für Kampfflugzeuge und Raketen.

Feuer und Rauchwolken über russischer Chemiefabrik

Auch in einer der größten Chemiefabriken Russlands sollen Feuer ausgebrochen sein. Dem Daily Mirror zufolge ist die Dmitrievsky Chemiefabrik in Flammen aufgegangen. Die Ursache des Feuers sei derzeit nicht bekannt sein. Es handle sich um Russlands größten Hersteller von chemischen Lösungsmitteln. Im Internet kursierten Videos und Bilder von Rauschwolken, die von der Fabrik emporstiegen.

Die osteuropäische Plattform Visegrád 24 teilte via Twitter ein Video, auf dem die Fabrik zu sehen sein soll und kommentierte dies folgendermaßen: „Die Dmitrievsky Chemiefabrik nahe Moskau ist in Brand und nicht mehr zu retten“. Angesichts des zweiten Brandes binnen kurzer Zeit attestiert das Medium ein „Muster“.

Von russischer Seite gab es zunächst keine Auskünfte über Opfer des Feuers.

(lp/dpa)

Auch interessant

Kommentare