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Das russische Konsulat in San Francisco. Das ohnehin schwierige Verhältnis zwischen den USA und Russland wird durch einen Streit über die diplomatischen Vertretungen weiter belastet. Foto: Eric Risberg

Diplomatische Vertretungen

Streit mit den USA: Russland droht mit Reaktion

Der diplomatische Streit zwischen Moskau und Washington wird immer kleinteiliger. Die Regierungen streiten um die Zahl ihres Personals in den Niederlassungen und nun auch um die Vertretungen selbst. Russlands Außenminister hat dazu eine klare Meinung.

Moskau (dpa) - Mit neuen Drohungen harter Gegenmaßnahmen Moskaus im Streit zwischen Russland und den USA dreht sich die Krisenspirale immer weiter.

"Natürlich werden wir hart reagieren auf diese Dinge, die uns schaden und von dem Wunsch getragen sind, unsere Beziehungen zu den USA zu beschädigen", sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Freitag in Moskau. Die Reaktion solle so sein, dass der eigene Schaden abgefedert werde, sagte er vor Studenten in der Diplomaten-Kaderschmiede MGIMO zum Semesterbeginn.

Die USA hatten Russland am Donnerstag aufgefordert, das Konsulat in San Francisco sowie zwei diplomatische Abteilungen in New York und Washington zu schließen. Washington reagierte damit auf die Reduzierung des eigenen Personals in seinen Vertretungen in Russland um Hunderte Mitarbeiter auf maximal 455.

Das Außenministerium in Washington teilte mit, es habe die Entscheidung der russischen Regierung vollständig umgesetzt. "Wir glauben, dass diese Maßnahmen unbegründet und schädlich für das allgemeine Verhältnis zwischen unseren Ländern waren", hieß es.

Durch das Drehen an der Personalschraube wollte Moskau bewirken, dass in Russland ebenso viele Menschen für die US-Vertretungen arbeiten wie umgekehrt in den russischen Niederlassungen in den USA. Diese Parität wollte Washington nun auch mit der Schließung des Konsulats in San Francisco bei der Zahl der Vertretungen erreichen. Künftig verfügen beide Länder über jeweils eine Botschaft und drei Konsulate.

Lawrow kritisierte, die USA hätten ein eigenwilliges Verständnis von Parität. Er erläuterte, bei der Berechnung des Personals habe Moskau seine UN-Vertretung in New York mitgerechnet, die streng genommen nichts mit den Beziehungen zu den USA zu tun habe. Darum hätten die USA weiterhin unter dem Strich mehr Mitarbeiter im Land als Russland.

Der Minister betonte, Moskau sei zu Kompromissen bereit. "Aber wie Sie wissen, braucht man zwei für einen Tango. Bislang scheint mir, dass unsere Partner immer wieder einen individuellen Breakdance aufführen", meinte er.

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