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Wladimir Putin spricht zu den Bügern, 

100. Jahrestag

Russland nimmt Oppositionelle wegen Revolutionsvorbereitungen fest - Putin ruft zur Besonnenheit auf

Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution in Russland hat Kremlchef Wladimir Putin zur Besonnenheit aufgerufen. Dabei hatte der russische Inlandsgeheimdienst FSB nach eigenen Angaben eine Gruppe von Oppositionellen festgenommen.

Moskau  - Der FSB sprach am Freitag von einer „konspirativen Zelle“ der Bewegung Artpodgotowka (Artillerievorbereitung). Die Mitglieder hätten am Wochenende Behörden in Brand stecken und Massenunruhen auslösen wollen. 15 Flaschen mit brennbarer Flüssigkeit seien sichergestellt worden, hieß es in einer Mitteilung.

Kopf der Gruppe ist der nationalistische Videoblogger und Kremlkritiker Wjatscheslaw Malzew. Er fordert eine Amtsenthebung von Präsident Wladimir Putin und hat Russland zum 100-jährigen Jahrestag der Oktoberrevolution 1917 eine neue Revolution prophezeit. Der FSB machte zur Zahl der Festgenommenen keine Angaben. Malzew soll sich im Ausland aufhalten.

Putin ruft währenddessen zur Besonnenheit auf

„Selbst die schärfste Polemik sollte auf Fakten und Dokumenten, auf einer objektiven und respektvollen Beziehung zur Vergangenheit beruhen“, schrieb er am Freitag an die Gäste von geplanten Gedenkveranstaltungen.

Am 7. November (25. Oktober nach dem alten Kalender) hatten die radikal linken Bolschewiki unter Revolutionsführer Wladimir Iljitsch Lenin die bürgerliche Regierung abgesetzt und die Macht übernommen. Unter Lenins Nachfolger Josef Stalin erreichte die politische Verfolgung vor 80 Jahren ihren Höhepunkt.

„Die turbulenten und dramatischen Ereignisse des Jahres 1917 sind ein untrennbarer, schwieriger Teil unserer Geschichte“, sagte Putin. Die Revolution habe Russland und die Welt verändert sowie das politische, wirtschaftliche und soziale Bild des 20. Jahrhunderts geprägt.

Bislang hatte sich die russische Führung kaum zu dem Jahrestag geäußert. Experten erklären dies damit, dass Putin, der grundsätzlich gegen gewaltsame Umstürze sei, die Revolution nicht verherrlichen wolle. Die Kommunistische Partei plant Gedenkveranstaltungen, unter anderem einen Marsch durch Moskau mit Tausenden Teilnehmern.

dpa

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