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Russland hat die Gaspreise für die Ukraine noch einmal deutlich erhöht.

Deutlicher Preisaufschlag

Russland streicht Ukraine die letzten Gasrabatte

Kiew - Im Streit um russische Gaslieferungen an die Ukraine erhöht Moskau den Druck: Ab sofort bekommt das lange keine Rabatte mehr und muss deutlich mehr zahlen.

Dem Nachbarland werde nun auch der letzte Rabatt auf seine Bezugspreise gestrichen, sagte der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew am Donnerstag. Schon am Dienstag hatte der russische Staatskonzern Gazprom den Preis pro tausend Kubikmeter Erdgas um mehr als ein Drittel auf 385,50 Dollar (knapp 280 Euro) erhöht. Nun verkündete Unternehmenschef Alexej Miller laut der Nachrichtenagentur Itar-Tass, dass ab April 485 Dollar fällig würden. Im europaweiten Vergleich ist das ein Spitzenwert.

Die Gaslieferungen an die Ukraine werden von Moskau seit langem als politisches Druckmittel genutzt. Miller war am Donnerstag in Moskau mit dem Interimsleiter des ukrainischen Energieministeriums, mehreren Abgeordnete sowie dem Direktor des staatlichen Energieversorgers Naftogaz zusammengetroffen, um die Lage zu erörtern. Auch mit Medwedew führte Miller ein Gespräch.

Gazprom gab eine schriftliche Erklärung heraus, dass Naftogaz "seine inzwischen aufgelaufenen Schulden" in Höhe von gut 2,2 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,6 Milliarden Euro) bei Russland "sofort" begleichen müsse. Die Ukraine deckt zurzeit etwa 60 Prozent ihres Gasbedarfs mithilfe russischer Lieferanten. Im Jahr 2010 war zwischen Kiew und Moskau eine Rabattregelung ausgehandelt worden, damit Russland im Gegenzug seine Schwarzmeerflotte auf der ukrainischen Krimhalbinsel belassen kann. Inzwischen hat Russland die Krim aber seinem eigenen Staatsgebiet einverleibt.

afp

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