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Ukraine-Krieg: Hunderte Festnahmen bei Protesten in Russland - Sonderpolizei eht brutal vor

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Von: Marc Dimitriu

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Polizisten nehmen eine Demonstrantin am Manezhnaya Platz in Moskau fest.
Polizisten nehmen eine Demonstrantin am Manezhnaya Platz in Moskau fest. © IMAGO/Vyacheslav Prokofyev

Der schreckliche Angriffskrieg von Putin gegen die Ukraine schockiert nicht nur im Westen viele Menschen. Auch in Russland protestieren einige. Doch der Staat geht rigoros dagegen vor.

Moskau - Die Welt schaut voller Grauen auf den Krieg, der aus dem Ukraine-Konflikt geworden ist. Überall kommt es zu riesigen Demonstrationen für den Frieden und gegen den Aggressor Putin. Auch am Sonntag, dem 13. März gingen in Deutschland wieder über 100.000 Menschen auf die Straßen, alleine in Berlin sollen es 60.000 gewesen sein.

Russland-Proteste: Auch in Moskau gehen die Menschen auf die Straße - Zahlreiche Festnahmen

Aber auch in Russland selbst gibt es seit der Invasion der Ukraine Widerstand gegen den Krieg. Immer wieder gehen die Menschen in ganz Russland protestieren. Doch die Zahl der Menschen ist deutlich niedriger als im Westen. Das ist allerdings nicht überraschend, da die russischen Medien mittlerweile voll auf Kreml-Kurs sind und nur noch Putins Propaganda verbreiten. Spätestens seit Beginn des Krieges wurde die letzte freie Presse mundtot gemacht. Und auch die Demonstrierenden selbst sind in großer Gefahr. Von bis zu 15 Jahren Gefängnis als Strafe für die Teilnahme an solchen Demos ist in manchen Medien die Sprache.

Trotzdem gehen immer noch Russen protestieren. So soll es laut der Tagesschau auch heute am 13. März wieder Aktionen gegeben haben. Etwa in Wladiwostok und in Irkutsk am Baikalsee sowie in der sibirischen Stadt Tomsk, in Moskau und auch in Putins Heimatstadt St. Petersburg. Nach Angaben von Bürgerrechtlern wurden landesweit mehr als 250 Menschen festgenommen. Laut der Organisation Owd-Info soll es zu Festnahmen bei Protesten in 23 Städten gekommen sein.

Über 14.000 Menschen bei Protesten in Russland festgenommen

Angaben von Owd-Info zufolge wurden seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar mehr als 14.100 Menschen festgenommen. In der Hauptstadt Moskau war ein bei Touristen beliebter Platz direkt am Kreml mit Metallgittern weiträumig abgesperrt, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Für den Fall großer Proteste standen Hundertschaften der Sonderpolizei OMON bereit, teils mit schusssicheren Westen und Helmen. Bewaffnete waren auch vor der Staatsduma zu sehen. Viele Gefangenen-Transporter standen bereit. Bilder und Videos in sozialen Netzwerken zeigten, wie Menschen von Polizisten mit Schutzhelmen und schwerer Ausrüstung weggezerrt wurden. Wie auch dieses Video der Spiegel-Korrespondentin Christina Hebel zeigt:

Auch der inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny hatte seine Landsleute zuvor aufgerufen, gegen den Krieg auf die Straße zu gehen. Alle aktuellen Nachrichten lesen Sie in unserem News-Ticker zum Ukraine-Konflikt. (md mit dpa)

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