1. Startseite
  2. Politik

Putins Verluste im Ukraine-Krieg: Pentagon liefert neue Zahlen – „ziemlich bemerkenswert“

Erstellt:

Von: Franziska Schwarz

Kommentare

Bis zu 80.000 russische Soldaten sind im Ukraine-Krieg bislang verletzt oder getötet worden - so schätzt es Washington ein und sagt: Kriegstreiber Putin habe „keines seiner Ziele erreicht“.

Washington, D.C. – Den Disclaimer „die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen“ können Menschen, die den Ukraine-Krieg verfolgen, sicher nicht mehr hören. Es ist aber nun einmal so. Zum Beispiel in der Frage, wie viele Opfer es bereits auf beiden Seiten gibt. Jetzt liefert die Joe Biden-Administration neue Zahlen, die nicht gut für Kremlchef Wladimir Putin klingen.

„Die Russen haben vermutlich 70.000 bis 80.000 Opfer in weniger als sechs Monaten erlitten“, sagte Pentagon-Vertreter Colin Kahl am 8. August vor Journalisten. So die also die Schätzung des US-Verteidigungsministeriums zu Moskaus Angriffskrieg in der Ukraine, die sich sowohl auf Tote als auch Verletzte bezieht. Offizielle Angaben über Todesopfer in ihren Reihen werden weder von Kiew noch von Moskau gemacht.

Putin und die Ukraine: Kremlchef hat laut Washington „keines seiner Ziele erreicht“

Die Verluste Moskaus seien „ziemlich bemerkenswert angesichts dessen, dass die Russen nicht eines der von Wladimir Putin zu Kriegsbeginn genannten Ziele erreicht haben“, sagte Kahl weiter. Er sagte zudem, dass auch viele ukrainische Soldaten getötet wurden – eine Zahl nannte der Pentagon-Vertreter aber nicht.

Zudem habe die russische Armee „drei- oder viertausend“ gepanzerte Fahrzeuge eingebüßt, womöglich habe sie auch bald nicht mehr genug Raketen-Nachschub für die militärischen Handlungen in der Ukraine.

Kahl sagte weiter, Putin habe keines seiner Ziele erreicht: „Sein übergeordnetes Ziel war es, das gesamte Land zu überrennen, einen Regimewechsel in Kiew herbeizuführen und die Ukraine als unabhängige, souveräne und demokratische Nation auszulöschen. Nichts von alledem ist geschehen.“

Russland-Ukraine-Krieg: Washington hilft Kiew mit Milliarden

Unterdessen bringen die USA ein neues Rüstungspaket für Kiew auf den Weg. Es umfasst dem Pentagon zufolge unter anderem zusätzliche Munition für die Raketenwerfersysteme des Typs Himars und Nasams und 1000 Panzerabwehrraketen vom Typ Javelin. Hinzu kommen 50 gepanzerte medizinische Behandlungsfahrzeuge sowie medizinisches Material, darunter Erste-Hilfe-Kästen, Verbandsmaterial oder Monitore. Die Ausrüstung soll ausschließlich aus den Beständen des Verteidigungsministeriums direkt an Kiew gegeben werden.

Ukraine-Krieg: Ein US-Raketenwerfer des Typs Himars während einer Militärübung in der jordanischen Wüste (Archivbild von 2013).
Ein US-Raketenwerfer des Typs Himars während einer Militärübung in der jordanischen Wüste (Archivbild von 2013). © Petra News Agency /Handout/dpa

Insgesamt haben die USA der Ukraine seit Antritt der Regierung von US-Präsident Biden mit dem neuen Paket nun Waffen und Ausrüstung im Wert von rund 9,8 Milliarden Dollar zugesagt - so die Angaben. Für laufende Ausgaben des ukrainischen Staates stellen die USA darüber hinaus 4,5 Milliarden US-Dollar zu Verfügung, wie die US-Behörde für internationale Entwicklung mitteilte.

Derweil ist Hollywood-Star Steven Seagal Sonderbeauftragter der russischen Regierung - und befindet sich auf spezieller Mission im Donbass-Kriegsgebiet. (AFP/dpa/frs)

Auch interessant

Kommentare