Nach Warnung des Europaparlaments

Russland weist Propaganda-Vorwurf zurück

Moskau - Russland reagiert mit scharfer Kritik auf eine Warnung des Europaparlaments vor den Gefahren durch Kreml-Propaganda.

Moskau werde Gleiches mit Gleichem vergelten, wenn die Arbeit russischer Medien in der EU eingeschränkt werden sollte, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag.

Die Europaparlamentarier stellten die Pressefreiheit infrage, sagte der russische Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin der Agentur Interfax zufolge.

In der Resolution vom Vortag hatte das Europaparlament Russland vorgeworfen, es versuche die EU zu spalten und zu untergraben. Dazu setze Moskau Propagandamedien ein wie die TV-Senderfamilie RT oder „Pseudonachrichtenagenturen und Multimediaangebote“ wie Sputnik. Außerdem fördere Russland rechtsextreme und europakritische Parteien in der EU. Europa müsse die Medienkompetenz seiner Bürger stärken, um dieser Art von Angriffen widerstehen zu können.

Warum fürchte sich Europa vor der „professionellen Arbeit von Journalisten“, fragte Wolodin. Präsident Wladimir Putin hatte tags zuvor von einem Verfall demokratischer Sitten in der EU gesprochen. Auf besonderen Ärger stieß in Moskau, dass in dem Dokument auch die Werbung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) abgehandelt wurde.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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