Erstmals seit 2014

Russlands Top-Militärs und Nato nehmen Kontakt auf

Moskau - Stehen die Zeichen auf Annäherung? Erstmals seit 2014 haben sich führende russische Militärs mit Vertretern der Nato getroffen. Bei den Gesprächen ging es auch um Aufrüstung.

Die führenden Militärs der Nato und Russlands haben erstmals seit der Krim-Krise 2014 wieder Kontakt aufgenommen. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Freitag mit, Generalstabschef Waleri Gerassimow und der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, der tschechische General Petr Pavel, hätten am Vortag miteinander telefoniert.

Dabei sei es um die Aussichten für eine Wiederaufnahme der militärischen Kontakte gegangen. Gerassimow und Pavel hätten auch über die Vermeidung von Zwischenfällen bei Einsätzen gesprochen, meldete die Agentur Interfax.

Das westliche Verteidigungsbündnis hat die Zusammenarbeit im Nato-Russland-Rat im April 2014 nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Moskau ausgesetzt. Erst 2016 gab es wieder zwei Sitzungen des Rates auf Botschafterebene, die aber keine Ergebnisse brachten. In den vergangenen Monaten beklagten Nato und Russland gefährliche Flugmanöver der anderen Seite bei Aufklärungsflügen über dem Atlantik, der Ostsee und dem Schwarzen Meer. Über Syrien sind russische Kampfjets wie Flieger aus Nato-Staaten im Kriegseinsatz.

Gerassimow kritisierte in dem Gespräch die Stationierung von Nato-Bataillonen in den baltischen Staaten. Die Nato sieht dies als Reaktion auf eine Aufrüstung Russlands an seiner Westgrenze.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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