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Kanzlerkandidat Martin Schulz und die SPD müssen bei der Landtagswahl im Saarland eine Niederlage einstecken.

Wo bleibt der Schulz-Effekt?

Saarland hat gewählt - jetzt spottet das Netz über die SPD

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Saarbrücken - Wer hoch steigen will, kann tief fallen: Nach der SPD-Schlappe im Saarland kennt das Netz keine Gnade. Der Schulz-Effekt wird zum Ziel des Spotts gemacht. 

Nach der Landtagswahl im Saarland ergießt sich die Häme der Internet-Nutzer über die SPD, die ihre Wahlziele nicht erreicht hat. Der Berliner CDU-Politiker Heiko Melzer twitterte zum Beispiel: „Typisch Bahn. #Schulzzug übers Saarland nach Berlin abgesagt. Ohne Dampf aufs Abstellgleis.“ 

Alle aktuellen Entwicklungen in unserem Live-Ticker.

Auch zahlreiche andere User posteten Anspielungen auf den Schulz-Zug, ein Symbol für den Hype um SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Die Junge Union veröffentlichte bei Twitter ein kurzes Video, in dem ein Spielzeugzug mit Schulz' Konterfei gegen eine Mauer stößt. Der Schulz-Zug sei entgleist, habe den Halt im Saarland verpasst oder sei ohne die SPD losgefahren, twittern andere.

Was nämlich rollt ist der Zug der CDU. Sie hat ihre Position verteidigt und an Geschwindigkeit zugelegt.

Da auch die Meinungsumfragen die Schlappe der SPD nicht vorhergesehen haben, würde diese Nutzerin auf Twitter Kanzlerkandidat Schulz gerne wieder zurück nach Brüssel schicken.

Gibt es also gar keinen Schulz-Effekt?

Schulz selbst räumt zwar eine Niederlage im Saarland ein, will aber keine voreiligen Schlüsse auf die bevorstehende Bundestagswahl ziehen.

Andere User sehen das ähnlich. Schließlich ist das Saarland flächenmäßig das kleinste Bundesland Deutschlands.

Um in der zugigen Sprache zu bleiben: Einige Nutzer entgleisten allerdings selbst in der Wahl ihrer Vergleiche: So postete ein User ein Foto des verheerenden ICE-Unglücks von Eschede im Jahr 1998, bei dem 101 Menschen ums Leben kamen. Die Beschriftung auf dem Bild lautet: „DER SCHULZZUG - #KEINEBREMSEN“.

Gewinner und Verlierer: Der Saarland-Wahltag in Bildern

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