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Ex-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

Ex-Justizministerin: "Großer Fehler"

Leutheusser-Schnarrenberger: Alkohol am Steuer

München - Peinlich, peinlich: Die Polizei hat Ex-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (63) angetrunken - mit 0,8 Promille - beim Autofahren erwischt.

Die Ex-Justizministerin hat Ärger mit der Justiz. Sie wurde mit Alkohol im Blut beim Autofahren erwischt, berichtet die Bild-Zeitung am Donnerstag. Das Ganze soll im Fasching passiert sein, als die FDP-Frau auf dem Heimweg von Freunden in München war. Nachdem die Polizei ihren Autoschlüssel kassierte, musste die Ex-Ministerin mit dem Taxi nach Hause an den Starnberger See fahren.

"Das war ein großer Fehler. Es wird nicht wieder vorkommen", äußerte sich die Politikerin zerknirscht. "Ich rechne mit einem Monat Fahrverbot und einer Geldstrafe. Das akzeptiere ich", sagte Leutheusser-Schnarrenberger, die von 1992 und 1996 sowie von 2009 bis 2013 Bundesjustizministerin war.

Tunnelblick und Gleichgewichtsstörung bei 0,8 Promille

Dem Bericht zufolge schätzte die Liberale ihren Alkoholpegel falsch ein. Sie habe zunächst bei einer Feier mit rund 30 Freunden und Bekannten mit getrunken und vor der Heimfahrt eine mehrstündige Trinkpause eingelegt. "Ich habe gedacht, ich hätte in der Zwischenzeit genügend Blut-Alkohol abgebaut, um wieder fahren zu können", sagte die 63-Jährige. Alkohol wird hauptsächlich über die Leber abgebaut und das dauert. Mehr als 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde schafft die Leber durchschnittlich nicht.

Bei 0,8 Promille passiert einiges mit dem Körper: ausgeprägte Konzentrationsschwäche,  Gleichgewichtsstörungen, Tunnelblick, die Reaktionszeit verlängert sich um 30 bis 50 Prozent und man verliert zunehmend die Hemmungen. In einer Tabelle sehen Sie, wie sich eine bestimmte Promillezahl auf den Körper auswirkt. Mehr Informationen rund um das Thema Alkohol gibt es online unter www.kenn-dein-limit.info.

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