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Die Frauenkirche in Dresden.

Sachsen bekommt bis 2020 die meisten EU-Fördermittel

Berlin - Deutschland erhält bis 2020 rund 27,5 Milliarden Euro an EU-Fördermitteln unter anderem für strukturschwache Regionen. Am meisten Geld aus Brüssel bekommen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen.

Deutsche Landwirte und Fischer allein werden in den nächsten sechs Jahren mit mehr als 9 Milliarden Euro unterstützt. Im Förderzeitraum 2007-2013 waren 26,3 Milliarden Euro aus EU-Strukturfonds nach Deutschland geflossen.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) betonte am Freitag in Berlin: „Die Europawahl hat gezeigt: Europa ist kein Selbstläufer.“ Die EU brauche mehr Wachstum und Beschäftigung. Dafür seien die europäischen Struktur- und Investitionsfonds enorm wichtig. Der EU-Kommissar für Regionalpolitik, Johannes Hahn, unterstrich, dass Deutschland mit der Förderung seine Innovationskraft stärken könne.

Aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (Efre) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) werden zwischen 2014 und 2020 rund 15,58 Milliarden Euro an die Bundesländer überwiesen, davon gehen 9,86 Milliarden Euro in den Osten. Sachsen bekommt 2,75 Milliarden, Sachsen-Anhalt 2,04 Milliarden, Thüringen 1,66 Milliarden, Mecklenburg-Vorpommern 1,35 Milliarden, Brandenburg 1,21 Milliarden und Berlin 850 Millionen Euro.

Im Westen wird das Geld so verteilt: Nordrhein-Westfalen (1,84 Mrd), Niedersachsen (978 Mio), Bayern (793 Mio.), Baden-Württemberg (507 Mio), Hessen (413 Mio), Schleswig-Holstein (360 Mio), Rheinland-Pfalz (295 Mio), Saarland (217 Mio), Bremen (179 Mio) und Hamburg (134 Mio). Zusätzlich legt der Bund bis 2020 ein eigenes Programm aus Efre- und ESF-Mitteln mit rund 2,7 Milliarden Euro auf.

dpa

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