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Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping schämt sich manchmal für ihre Landsleute.

Fremdenhass-Kommentare

Sachsen-Ministerin schämt sich für ihre Landsleute 

Dresden - Angesichts der zahlreichen Proteste und Anfeindungen gegen Flüchtlinge schämt sich Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) für ihre Landsleute.

"Ich schäme mich oft selbst - zum Beispiel wenn ich manche verbiesterte Kommentare von Sachsen höre oder lese", sagte Köpping laut einer Vorabmeldung im Interview der Wochenzeitung "Die Zeit". Wenn sie sich bei Facebook durch die Seiten klicke, "ehrlich, da schüttelt es mich". "Ich weiß nicht, woher die teils vulgäre, fremdenfeindliche und menschenverachtende Ausdrucksweise kommt", sagte die SPD-Politikerin.

Die Haltung vieler Bürger gegenüber Flüchtlingen findet Köpping besonders erschreckend. "In Sachsen erleben wir teilweise den blanken Hass. Das muss man deutlich so sagen", sagte sie. Es gebe zu viele Stimmen, die Flüchtlinge total ablehnten.

In den vergangenen Monaten war es in einigen Orten Sachsens, darunter in Freital, zu Protesten gegen die Aufnahme von Flüchtlingen gekommen. In Meißen verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft. Zuletzt machten Rechtsextreme gegen eine in Dresden errichtete Zeltstadt für Asylbewerber mobil, dabei kam es auch zu Ausschreitungen.

afp

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