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Sahra Wagenknecht

„Juristische Auseinandersetzung“

Sahra Wagenknecht: „Aufstehen“-Bewegung - Plötzlich neue Internetadresse 

Die Bewegung „Aufstehen“ um die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat ihre Internetadresse gewechselt. Hintergrund ist eine juristische Auseinandersetzung.

Update vom 15. Dezember 2018: Die Bewegung „Aufstehen“ um die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat ihre Internetadresse gewechselt. „Die Webseite von Aufstehen ist vorläufig nur noch unter http://aufstehenbewegung.de zu finden“, schrieb Wagenknecht am Samstagnachmittag auf Twitter. Auf diesem Online-Auftritt heißt es zur Begründung: „Hintergrund ist eine juristische Auseinandersetzung mit einer Firma, die versucht, die noch junge Sammlungsbewegung zu beschädigen.“ Zuerst hat die „Bild“ berichtet.

Konkret gehe es um einen Konflikt mit zwei Initiatoren der Bewegung. Sie hätten in der Gründungsphase ehrenamtlich wie alle anderen Initiatoren für „Aufstehen“ gearbeitet, unter anderem für den Online-Auftritt. „Im Nachhinein haben sie Aufstehen eine hohe Rechnung präsentiert“, steht auf der neuen Webseite. Auch die ursprünglichen Emailadressen der Bewegung waren der Mitteilung zufolge nicht mehr funktionsfähig. Die ursprüngliche Internetadresse der Bewegung lautet www.aufstehen.de.

Mittlerweile ist Sahra Wagenknecht als Vorsitzende zurückgetreten.

„Wir sind sprachlos“

Ein Mitgründer der Firma, Thomas Schmidt, wies „Bild“ zufolge die Vorwürfe zurück: „Wir sind sprachlos darüber, dass Dreiwerk von der Bewegung in die Ecke des unlauteren und gierigen Unternehmers gestellt wird, obwohl alle Entscheidungsträger der Bewegung darum wissen, dass Dreiwerk mit allen Leistungen absprachegemäß in Vorleistung getreten und jetzt zu vergüten ist.“ Die Zusammenarbeit kündigte Dreiwerk am 21. November, setzte immer wieder neue Zahlungsfristen, so Schmidt laut „Bild“: „Ohne Erfolg. Die Rechnungen wurden nicht beglichen.“ Die Deutsche Presse-Agentur konnte Dreiwerk am Samstagabend nicht erreichen.

„Aufstehen“ war im Sommer gegründet worden. Wagenknecht zufolge hatte die Bewegung zuletzt rund 167 000 Unterstützer.

„Aufstehen“: Petry bietet Wagenknecht Hilfe an

München - In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland erklärte Petry, die Parallelen zwischen ihr und Wagenknecht seien offensichtlich.

„So wie ich bis 2017 auf dem Kölner Parteitag versucht habe, die AfD auf einen konstruktiven Kurs zu führen und für meinen realpolitischen Kurs geworben habe, hat Sahra Wagenknecht ihre Position zur kontrollierten Migration gegen die Mehrheit der Linken verteidigt“, erklärte Petry. Wenn es Wagenknecht ernst sei, müsse sie nun zügig eine neue Partei gründen. „Möglicherweise fehlt ihr dazu jedoch der Mut oder die organisatorische Erfahrung. Wir zeigen gerade, wie es funktionieren kann.“

Lesen Sie auch: „Aufstehen“: Wagenknecht bekommt überraschendes Lob von AfD-Mann Gauland

Sahra Wagenknecht

„Links-Rechts-Schema in Unordnung“

Damit spielt Petry auf die von ihr und ihrem Ehemann Marcus Pretzell ins Leben gerufene „Blaue Partei“ an, die im kommenden Jahr in Sachsen erstmals an einer Wahl teilnehmen wird. Unklar blieb allerdings zunächst, wie genau Petrys Unterstützungsangebot zu verstehen ist. In dem Interview sagt die im Bundestag als fraktionslose Abgeordnete sitzende Petry auch, dass das „alte Links-Rechts-Schema in Unordnung“ geraten sei. „Petry und Wagenknecht könnten das von verschiedenen Seiten wieder zurechtrücken.“

Bis zum Dienstagabend gab es keine Reaktion von Wagenknecht. Sie verzeichnet für die von ihr jüngst initiierte Sammlungsbewegung „Aufstehen“ nach eigenen Angaben bisher zehntausende Interessierte.

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mfh

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