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Sahra Wagenknecht möchte die Verhältnisse in Deutschland verändern.

Initiative „Aufstehen“ startet

„PR-Initiative mit Egotrip-Anteil“: Wagenknecht gründet linke Bewegung - und wird scharf angegriffen

Linken-Fraktionschefin Wagenknecht startete am Samstag ihre angekündigte Sammlungsbewegung. Sie will nicht nur Wähler der Linken, sondern auch der Grünen und SPD gewinnen. Doch von dort gibt es scharfe Kritik.

Der SPD-Vizevorsitzende Ralf Stegner hat die neue Sammlungsbewegung von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht scharf attackiert. In einem Europa, das konsequent nach rechts drifte, brauche es dringend progressive Alternativen. „Aber das geht doch nicht über eine PR-Initiative mit notorischen Separatisten an der Spitze, die übrigens bei europäischen oder integrationspolitischen Themen keineswegs progressive oder gar linke Positionen vertreten“, schrieb Stegner am Samstag auf Facebook. Der Chef der SPD in Nordrhein-Westfalen, Sebastian Hartmann, schrieb auf Twitter: „Die linke Sammlungsbewegung in Deutschland ist seit 1863 die #SPD. Wer mitmachen möchte, kann eintreten.“

Zum Thema: Sahra Wagenknecht startet linke Sammlungsbewegung: „Unser Ziel ist eine neue Regierung“

Wagenknechts neue Sammlungsbewegung trägt den Namen „Aufstehen“. Die Website www.aufstehen.de ging am Samstag online und kündigte den „Start der Bewegung“ für den 4. September an. Die Internetpräsenz enthielt zunächst aber keine politischen Erklärungen, sondern lediglich eine Sammlung von 18 Videos, in denen Bürger über Probleme in Deutschland sprechen und über ihre Hoffnungen. Daneben standen zwei Slogans: „Den Bürgern muss zugehört werden!“ und „Flaschen sammeln darf keine Lösung sein!“

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Stegner schrieb, es brauche eine starke SPD, die bundesweit der Union Paroli bieten und mit ihr um Platz eins kämpfen könne. „Dazu muss neben gutem Regieren eine Profilierung der SPD als linke Volkspartei gelingen, die seit den rotgrünen Sozialreformen 2003ff. verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnt, indem wir gerechte und praxistaugliche Antworten geben auf drängende Gerechtigkeitsfragen dieser Zeit“, erklärte er weiter. „Was es weniger braucht sind PR-Aktionen mit starken Egotrip-Anteilen.“

Ralf Stegner

dpa

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