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Abu Walaa lebte in Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen) und soll den IS unterstützt haben.

Salafisten-Prediger in Untersuchungshaft

Abu Walaa festgenommen: V-Leute lieferten Hinweis

Berlin - V-Leute sollen den Salafisten-Prediger Abu Walaa belastet haben. Erst dadurch sei die Festnahme am Dienstag möglich gewesen. 

Für die Festnahme des islamischen Hasspredigers Abu Walaa sollen zwei V-Leute aus der Salafisten-Szene entscheidende Hinweise geliefert haben. Wie der Focus in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf Justizkreise berichtet, sagte ein Spitzel des Landeskriminalamtes (LKA) Hessen, der Iraker habe im Mai während eines Seminars in Kassel vor 100 Zuhörern zum bewaffneten Kampf für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aufgerufen.

Hilfsprediger zeigte Hinrichtungsvideos

Ein Informant des LKA Nordrhein-Westfalen schilderte demnach, wie der ebenfalls inhaftierte Hilfsprediger Abu Abdurrahman (36) jungen Muslimen Hinrichtungsvideos des IS zeigte. Die Gräueltaten soll er als legitime Rache an den Ungläubigen für das Leiden der Muslime im Krieg in Syrien verkauft haben.

Die Sicherheitsbehörden hatten am Dienstag in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen fünf Islamisten festgenommen, die IS-Kämpfer rekrutiert haben sollen. Es handelt sich laut Bundesanwaltschaft um den 32-jährigen irakischen Staatsangehörigen Ahmad Abdulaziz Abdullah A. (Szenename Abu Walaa), den 50-jährigen Türken Hasan C., den 36-jährigen deutschen und serbischen Staatsangehörigen Boban S., den 27-jährigen Deutschen Mahmoud O. und den 26-jährigen Ahmed F. Y. aus Kamerun. Alle fünf Verdächtigen sind inzwischen in Untersuchungshaft.

dpa

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