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30.000 saudische Soldaten wurden an die irakische Grenze entsandt.

30.000 Mann gegen Isis

Saudi-Arabien entsendet Soldaten an Irak-Grenze

Riad - Nach dem Vormarsch der Terrorgruppe Isis im Irak hat Saudi-Arabien einem Medienbericht zufolge rund 30.000 Soldaten an die Grenze zum Nachbarland entsandt.

Damit reagiere das Königreich auf den Abzug irakischer Soldaten von der Grenze zu Saudi-Arabien und Syrien, meldete der Nachrichtenkanal „Al-Arabija“ am Donnerstag. Eine offizielle Bestätigung aus Riad gab es dafür zunächst nicht.

Der Schwestersender „Al-Hadath“ hatte am Mittwochabend ein Video veröffentlicht, das angeblich irakische Soldaten zeigt, die sich von der Grenze zu Syrien und Saudi-Arabien zurückgezogen haben. Demnach sollen insgesamt 2500 irakische Militärangehörige die Grenzgebiete verlassen haben.

USA zweifeln an Stärke irakischer Truppen

US-Generalstabschef Martin Dempsey zweifelt an den Fähigkeiten der irakischen Armee im Kampf gegen die Isis-Terroristen. Die irakischen Truppen seien zwar in der Lage, die Hauptstadt Bagdad zu verteidigen, eine Offensive würde sie aber vor eine Herausforderung stellen. Dabei dürfte es vor allem logistische Probleme geben, sagte Dempsey am Donnerstag im Verteidigungsministerium in Washington vor Journalisten. Einzelheiten nannte er nicht. Die islamistischen Isis-Milizen kontrollieren weite Teile des West- und Nordiraks.

Entscheidend für einen Erfolg im Kampf gegen Isis seien aber auch politische Fortschritte im Irak, machte Dempsey klar. Es komme darauf an, dass es der politischen Führung gelinge, eine „Regierung der nationalen Einheit“ zu bilden.

Das ist die Terrorgruppe ISIS

Terrorgruppe in Syrien: Das will der Islamische Staat

Der saudische König Abdallah und US-Präsident Barack Obama riefen zugleich die führenden Politiker des Iraks auf, eine neue Regierung zu bilden, die die unterschiedlichen Gruppen des Landes vereine. Das teilte das Weiße Haus am Mittwochabend nach einem Telefonat der beiden Politiker mit.

dpa

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